Verlage US-Zeitungen schrumpfen Personalkosten

Massenentlassungen bei US-Medienhäusern - New York Times und Knight Ridder streichen Stellen.

New York - Wegen sinkender Werbeeinnahmen will die renommierte New York Times Company noch in diesem Jahr mehr als tausend Mitarbeiter entlassen. Es würden acht bis neun Prozent der 14.000 Stellen gestrichen, teilte die US-Mediengruppe in New York mit. Damit sollten noch in diesem Jahr zwischen 35 Millionen und 40 Millionen Dollar - etwa 80 Millionen bis 91 Millionen Mark - eingespart werden. Außerdem sollten die Preise erhöht und der Papierverbrauch gesenkt werden.

Der Verlag gibt neben der "New York Times" und "The Boston Globe" weitere 15 Tageszeitungen heraus. Deren Internet-Units sollen kräftig beschnitten werden - 69 Angestellte - also 17 Prozent des Online-Personals - werden entlassen. Trotz Kündigungswelle soll aber die Mannschaft der gedruckten "New York Times" bleiben. Ihr machen weniger die gestiegenen Papierpreise als zum Teil dramatische Rückgänge im Anzeigengeschäft zu schaffen.

Knight Ridder spart bei Personal

Auch der zweitgrößte amerikanische Zeitungsverlag, Knight Ridder Group, will 1700 Mitarbeiter entlassen. Bereits im vergangenen Dezember hatte die Gesellschaft die Freisetzung von 400 Mitarbeitern angekündigt. In der Mediengruppe erscheinen landesweit 32 Tageszeitungen.

Nun werden insgesamt knapp zehn Prozent der im vergangenen Jahr vorhandenen Arbeitsplätze bei Knight Ridder gestrichen.

Kosten senken

Der Konzernchef Tony Ridder kündigte an, dass das Unternehmen im zweiten Quartal eine Belastung von rund 75 Millionen Dollar verbuchen wird. Die Personalkosten werden im Jahr 2001 laut Ridder gegenüber dem Vorjahr im mittleren einstelligen Bereich fallen. Die Betriebskosten würden entsprechend zurückgehen.

Das Unternehmen ist wie die anderen amerikanischen Zeitungsverlage, Rundfunkfirmen und Fernsehgesellschaften von rückläufigen Werbeeinnahmen betroffen.