Studie Comdirect dominiert den Markt

Überraschung - die großen Finanzportale leiden weniger stark als erwartet unter der Börsenflaute.

Düsseldorf - Die Kurse sind eingebrochen, eine Gewinnwarnung jagt die andere. Die größten Finanzportale im Internet haben bislang weniger stark als angenommen unter der Flaute an den Börsen gelitten. Allerdings hatten einzelne Anbieter sehr stark unter nachlassendem Interesse der Surfer zu leiden. Das geht aus einer Studie der HSBC Trinkaus & Burckhardt hervor, die am Donnerstag in Düsseldorf vorgelegt wurde.

Insgesamt riefen die Internet-Benutzer im Mai 382 Millionen Mal die Webseiten der Anbieter von Finanzinformationen auf. Ein Vergleich mit dem Vorjahr ist nicht möglich, da ein Teil der Anbieter damals keine genauen Nutzungszahlen vorgelegt hatte.

Comdirekt legt zu

Das Internet-Portal der Comdirect AG ist dabei seinen Konkurrenten gegen den Trend enteilt und zog im Mai fast 50 Prozent der Seitenaufrufe der deutschen Finanzseiten auf sich. Die Internet-Surfer klickten die einzelnen Comdirect-Seiten insgesamt knapp 176 Millionen mal an.

Consors mit Besucherschwund

Die Internet-Präsenz des Direktbrokers Consors habe im Mai unter nachlassendem Interesse der User gelitten. Im Vergleich mit dem Vorjahr habe Consors 52 Prozent der Page-Impressions verloren. In Vergleich mit dem Vormonat waren es nach Berechnung der HSBC-Experten rund 2 Prozent.

Busines Channel verliert Gunst der Surfer

Den höchsten Einbruch in der Gunst der Surfer musste das Internet-Angebot des Business Channel hinnehmen. Die Seiten, hinter den neben den Zeitschriften "Börse Online", "Capital", "Bizz" und "Impulse" und anfangs auch die Direkt Anlage Bank (DAB), die sich inzwischen aus dem Gemeinschaftsunternehmen herauslöst, büßten gegenüber dem Vormonat knapp ein Drittel der Seitenaufrufe ein.

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