AOL Time Warner Streit um Werbeplätze

US-Internetfirmen beschuldigen den Medienriesen, dass er ihnen Werbeplätze vorenthält.

Chicago - Der US-Medienkonzern AOL Time Warner hat Vorwürfe zurückgewiesen, konkurrierenden Internetfirmen Werbeplätze in den zum Konzern gehörenden Kabelfernsehsendern zu verweigern. Für solche Vorwürfe gebe es keine Grundlage, sagte der Chief Executive Officer von AOL Time Warner, Gerald Levin, am Mittwoch in Chicago.

Mehrere lokale und regionale Internet-Service-Provider (ISPs) werfen AOL Time Warner vor, bei der Vergabe von Werbeplätzen in Kabelsendern wie CNN und TNT "offen zu diskriminieren". Diese ISPs bieten schnelle Internetzugänge über Telefonleitungen an, AOL Time Warner über Kabel.

Gemeinsame Kapazitäten

Für den Nachrichtensender CNN verhandelt AOL Time Warner unterdessen mit anderen Sendern über eine Zusammenarbeit. Levin stellte klar, dass ein Zusammenschluss dagegen nicht geplant sei. "Es wäre keine Fusion, sondern die gemeinsame Nutzung von Kapazitäten", sagte Levin. Der Präsident des mit AOL Time Warner konkurrierenden Medienkonzerns Viacom, Mel Karmazin, hatte vor einigen Tagen gesagt, Viacom wäre am Kauf von CNN interessiert. "Er (Karmazin) hat mich noch nicht angerufen", sagte Levin. CNN steht derzeit in einem harten Wettbewerb mit konkurrierenden Kabelnachrichtensendern wie CNBC, MSNBC und Fox News.

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