Walt Disney Ungeliebtes Nagetier

Aus die Maus. 1.000 Mitarbeiter müssen bis Juli den Unterhaltungskonzern verlassen.

Orlando - Bis Ende Juli wird der Unterhaltungskonzern Walt Disney 1.000 Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen. Der Großteil der Stellen wird bei den Themenparks in Anaheim, Californien, und Orlando abgebaut.

Die Entlassungswelle ist der letzte Schritt einer im letzten Herbst eingeläuteten Konsolidierungsmaßnahme, die vorsieht, über Abfindungen und Sozialpläne die Belegschaft um drei Prozent auzudünnen. Insgesamt werden im Zuge des "Freiwilligen-Ruhestand-Programms" 4.000 Angestellte ihren Hut nehmen.

"Es fiel uns nicht leicht, diesen Schritt zu gehen," so Walt-Disney Pressesprecher John Dreyer. Aber die Entscheidung sei notwendig gewesen, um das Unternehemn langfristig profitabel zu halten.

Das Führungsetage scheint von der Disney-Offerte nicht so angetan zu sein. "Das Unternehmen hat wohl gedacht, dass mehr Manager die Koffer packen würde, als das tatsächlich der Fall ist," sagt ein Direktor, der auf das Abfindungsangebot eingegangen ist. Insgesamt sei die Stimmung im Unternehmen angespannt, weil keiner wisse, was in den nächsten Monaten passieren soll.

Ganz anders sieht Dreyer die Situation. Die Bereitwilligkeit seiner Mitarbeiter, auf die Sparmaßnahme einzugehen, bewertet er durchweg positiv. Durch das Stellenstreichungsprogramm will Walt Disney nach eigenen Angaben 400 Millionen Dollar im Jahr einsparen.

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