Web-Mobbing Lustige Spielchen

Zugang verweigert. Der Computer im Büro hat sich zur Spielwiese missgünstiger Kollegen entwickelt.

Hamburg - Mobbing - das Terrorisieren unbeliebter Kollegen gehört in vielen Büros zum Alltag. Immer häufiger bedienen sich die Rüpel dabei elektronischer Methoden. Sie attackieren den Mitarbeiter, in dem sie Massen an Newslettern an seine E-Mail-Adresse ordern, den Computer blockieren, Fotomontagen vom Kollegen ins Internet stellen oder seinen Monitor in einem Großraumbüro mit einem pornografischen Bildschirmschoner "verzieren". Nicht selten werden Online-Bestellungen unter dem Namen des Opfers getätigt und dabei dessen Telefonnummer angegeben, so dass es sich nicht mehr vor Anrufen retten kann.

Wer Opfer derartiger Angriffe wird, der sollte einen kühlen Kopf bewahren. So lassen sich Zeitungen und Newsletter in der Regel problemlos wieder abbestellen und Fluten an Werbe-E-Mails einfach ausfiltern. Kommt das Telefon ins Spiel, so sollte der Gemobbte den Namen und die Telefonnummer des Dienstes notieren und den Anrufer fragen, woher er seine Informationen hat. Danach hilft meist ein Anruf mit dem Hinweis darauf, dass hier eine Belästigung vorliegt, um das Telefon-Bombardement zu stoppen.

Online-Terror ist ein Fall für die Polizei

Online-Terror, etwa in Form von Droh-E-Mails ist hingegen ein Fall für die Polizei. Mit den richtigen Informationen kann sie häufig schnell die Spur des Missetäters im Internet aufnehmen. Um den Beamten ihre Arbeit zu erleichtern, ist eine genaue Dokumentation des Internet-Terrors nützlich. Dazu werden zum Beispiel die eingegangenen elektronischen Briefe archiviert. Sich gegen die direkte Belästigung am Computer zu wehren, heißt, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, wenn sein Büro-PC nicht zugemüllt werden soll.

Passwörter sollten auch nicht an Kollegen weiter gegeben werden. Denn dadurch lässt sich verhindern, dass ein missgünstiger Zeitgenosse unter dem Namen seines Opfers Schmähbriefe an die Kollegen schickt, und es so in Misskredit bringt. Auch bei einer kurzen Kaffeepause ist es am besten, den PC abzumelden, um so ungewollte Manipulationen zu verhindern. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, der installiert auf seinem PC einen Bildschirmschoner mit Passwortschutz. Durch diese Vorsichtsmaßnahme kann niemand auf den Rechner zugreifen, wenn man einmal vergisst, ihn auszuschalten.

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