Reuters Großreinemachen

Der neue Chef räumt auf. Der Medienkonzern entlässt 500 Mitarbeiter und schließt die Internetsparte.

Hamburg - Der britische Medienkonzern Reuters entlässt nach Angaben der "Financial Times" zahlreiche Mitarbeiter. Gleichzeitig beabsichtige der neue Konzernchef Tom Glocer, das Unternehmen umzustrukturieren und Führungspersonal auszutauschen. In den kommenden Wochen sollen 500 gut bezahlte Reuters-Mitarbeiter entlassen werden, nachdem schon vergangene Woche die Entlassung von 50 Topmanagern angekündigt worden sei.

Außerdem werde damit gerechnet, dass Reuters am heutigen Donnerstag eine Umbesetzung im Vorstand bekannt gibt. Der ehemalige Finanzchef Rob Rowley werde den Konzern ebenso verlassen wie Marketingchef Jean-Claude Marchand. Den Angaben zufolge soll Philip Green vom Leiter der Finanzabteilung zum neuen Chef des operativen Geschäfts (COO) befördert werden. Seine Berufung geschehe im Rahmen der Umstrukturierungen, die zur Schließung der Internetsparte Reuterspace führen werde.

Greenhouse Fund, die Reuters-Beteiligungstochter für Investitionen in neue Medien und Technologie-Startups, bereite sich unterdessen auf ihren Verkauf an das Management vor. Vermutlich werden die beiden Unternehmenschefs John Taysom und David Lockwood die Tochter übernehmen.

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