T-Info Weg frei für die Info-Adresse

Grünes Licht vom Kartellamt - dem Projekt von T-Online und den Gelben Seiten steht nichts mehr im Wege.

Bonn - Die Zustimmung sei ein Meilenstein für die Fortentwicklung von T-Online zum Internet-Medienhaus, teilten das Bundeskartellamt und die Deutsche Telekom am Freitag in Bonn mit. Am Freitag hat das Bundeskartellamt die Gründung von T-Info als Internet-Gemeinschaftsunternehmen von T-Online International AG und den Telefonbuchverlagen genehmigt. Die Genehmigung erfolgte ohne kartellrechtliche Auflagen.

Damit sei der Weg frei, T-Info zum umfassenden Auskunfts- und Informationsportal in Deutschland auszubauen. T-Info ist bisher der Internetauftritt der Gelben Seiten und der Telefonbuchverlage. Das Internet-Portal bietet bereits in einer Testphase seine Online-Dienste an. Unter www.t-info.de können gezielt national oder für jeweils gewünschte Regionen aktuelle Daten wie Rufnummern, Adressen, Tipps, Informationen, Nachrichten, Namen und Marken gesucht werden.

Ausbau des Portals

Die Daten von DeTeMedien kann die Telekom-Tochter T-Online bereits nutzen. Doch das Portal soll weiter ausgebaut werden. Ziel ist es, dass kleine Unternehmen Kunden direkt ansprechen können, wofür T-Info seinerseits Werbeentgelte einnimmt.

In einem Interview mit der "Financial Times Deutschland" äußerte sich T-Online-Chef Thomas Holtrop dahingehend, dass T-Online Interesse am Kauf der Telefonbuchsparte des Mutterkonzerns Deutsche Telekom habe. Wenn der Preis stimme, würde T-Online das Gelbe-Seiten-Geschäft der Deutschen Telekom übernehmen, so Holtrop. Der größte Internetanbieter Europas käme damit seinem Ziel einen Schritt näher, sein eigenes Mediengeschäft und die Umsätze aus Werbung zu erhöhen.

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