T-Online Infoseek ade

Die neue Internetstrategie von Thomas Holtrop fordert ihr erstes Opfer. T-Online steigt bei Infoseek aus.

Heidelberg - Deutschlands größter Online-Dienst T-Online steigt bei der Suchmaschine Infoseek aus. In Gesprächen mit den anderen an der Suchmaschine beteiligten Gesellschafter wolle T-Online die "erfolgreiche Weiterführung" von Infoseek erreichen, wie die Sprecherin des Axel Springer Verlags Carola Schmidt am Freitag sagte.

Schmidt bestätigte einen Bericht des Medienfachblatts "kressreport" vom selben Tag über den Ausstieg von T-Online. Das Blatt nannte weiterhin als Grund für den Ausstieg der Telekom-Tochter die neue Strategie von T-Online-Chef Thomas Holtrop. Sein Schwerpunkt liege auf der Kooperation mit redaktionellen Anbietern wie etwa Bild.de, das ebenfalls aus dem Springer-Verlag kommt.

Ende der Suchmaschine

"kressreport" zufolge könnte der Ausstieg von T-Online das Ende der Suchmaschine bedeuten. Infoseek erziele die überwiegende Mehrheit seiner 72,5 Millionen Seitenabrufe (März 2000) durch die Einbindung in die Seiten des Online-Dienstes.

Die Telekom-Tochter hält bisher 25 Prozent Anteile an Infoseek. Weitere Gesellschafter sind Disney, der Axel-Springer-Verlag und Holtzbrinck mit je 25 Prozent.

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