Metabox Sparkurs für den TV-Spezialisten

Das angeschlagene Multimedia-Unternehmen will 40 der rund 120 Mitarbeiter entlassen.

Hildesheim - Damit sollen rund 2,8 Millionen Mark pro Jahr eingespart werden, teilte das Multimedia-Unternehmens am Freitag mit. Im Zuge von Restrukturierungen wolle sich die Metabox AG auf die Kernbereiche Geräte und Systeme für interaktives Fernsehen konzentrieren.

Die Metabox AG erwirtschaftete im Jahr 2000 einen Umsatz von etwa 50 Millionen Mark und verfehlte damit eigene Prognosen. Gegen das Unternehmen laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover wegen des Verdachts des Kapital- und Kursbetruges sowie des Insiderhandels.

Die Schutzgemeinschaft der kleinaktionäre (SdK) hatte wegen des Verdachts auf unrichtige Darstellung, Kursbetrug und verbotene Insidergeschäfte beim Landgericht Frankfurt Strafanzeige gegen Vorstand und Aufsichtsrat von Metabox erstattet.

Mitte März legte dann Aufsichtsrat Engelbert Nelle sein Amt bei Metabox nieder. Der CDU-Politiker sei nicht gewillt, "sich auch nur in die Nähe des Scheines strafrechtlicher Verwicklungen zu begeben", teilte das Unternehmen.