Internet Viel Schrott dabei

Auch wenn es an der Börse kracht, die Zahl der Marktplätze im World Wide Web nimmt weiter zu.

Koblenz - "Die technischen Möglichkeiten sind da bei weitem noch nicht ausgereizt", sagte Axel Schlich, Professor für Marketing und Marktforschung an der Fachhochschule (FH) Koblenz, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die virtuellen Marktplätze hätten viele Vorteile: "Sie senken die Kosten, sparen Zeit, machen Angebot und Nachfrage übersichtlicher und erweitern den Markt", erklärte Schlich. Allerdings sei unter diesen rasant sich entwickelnden Internet-Plattformen auch "viel Schrott".

Der Experte vermutet jedoch, "dass es einen Reinigungsprozess geben wird. Die Käufer zweifeln nicht an der Technik, sondern an den unseriösen Firmen, die nur schnell Geld kassieren wollen". Doch sei die Goldgräberzeit der fragwürdigen Internet-Unternehmen zum Glück vorbei.

Qualität setzt sich durch

Viele Firmen sähen noch ein Risiko im Abwickeln von Geschäften über Internet-Marktplätze. "Hier ist es die Aufgabe von Plattform-Betreibern, Vertrauen aufzubauen. Da kann sich nur Qualität durchsetzen", sagte der FH-Professor. Ein gut funktionierender Internet-Marktplatz sei allerdings nicht umsonst zu haben und erfordere eine ständige Betreuung mit Fachleuten, "die heute oft fehlen".

Laut Schlich haben sich mittlerweile zahlreiche Formen von Internet-Marktplätzen für Geschäfte zwischen Unternehmen herausgebildet. "Es gibt zum Beispiel Branchen-Plattformen und Branchen übergreifende Plattformen, Marktplätze mit einem Dritten als Betreiber, Plattformen zwischen wenigen Anbietern und vielen Käufern und umgekehrt", erläuterte der FH-Professor.

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