RWE Mit Hochgeschwindigkeit

Der Stromkonzern bietet ab Sommer das "Internet aus der Steckdose" an.

Hannover - Vom 1. Juni an werde zunächst im Ruhrgebiet die so genannte Powerline-Technologie eingeführt, sagte der Vorstandschef der RWE Plus AG, Manfred Remmel, am Freitag bei der Vorstellung des Projektes auf der CeBIT.

Die Haushalte könnten dann mit Hilfe eines Adapters, der einfach in die normale Steckdose gesteckt wird, mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Das Produkt "PowerNet" ermöglicht nach Angaben von RWE Datenraten von bis zu zwei Megabit pro Sekunde. Ein Musikstück im populären MP3-Format könne in 17 Sekunden herunter geladen werden.

In der günstigsten Variante für Privatnutzer kostet der Service 49 DM Grundgebühr im Monat. Dabei ist das Daten-Volumen, das beim Surfen aus dem Internet übertragen wird, auf 250 Megabyte begrenzt. Jedes weitere Megabyte kostet extra.

In Feldtests bewährt

Der Schweizer Konzern Ascom will noch im April mit der Massenproduktion von Geräten für das Powerline-Internet beginnen und hat bereits einen Liefervertrag mit RWE abgeschlossen. Die so genannte Powerline-Technik habe sich in 16 abgeschlossenen Feldtests weltweit bestens bewährt, sagte der neue Ascom-Chef Urs T. Fischer am Freitag.