CeBIT Federvieh mit Surfbrett

Der Internet-Adler der Bundesregierung hat einen Namen. Elfjährige gewinnt den "Webbewerb".

Hannover – Bundeskanzler Gerhard Schröder gab am Donnerstag auf der CeBIT den Namen und auch die Gewinnerin bekannt. "Findulin" heißt ab sofort das bunte Tierchen, das auf einem Surfbrett steht und seit Monaten durch die Medien düst. Die Bundesregierung wirbt mit dem stilisierten Federvieh für ihre Kampagne "Deutschland schreibt sich mit .de". Es soll für die Nutzung der neuen Informationstechnologien werben und Schwellenängste vor dem Internet abbauen.

Den Namen hatte sich die elfjährige Lisa aus Renningen bei Stuttgart einfallen lassen. Insgesamt hatte es fast 50.000 Vorschläge gegeben. Für den zündenden Einfall überreichte der Bundeskanzler der Realschülerin einen Computer. "Ich war schon sehr aufgeregt", kommentierte die glückliche Gewinnerin ihren großen Auftritt. Auf den Namen sei sie gekommen, als sie über das Internet nachgedacht habe: "Dort findet man ja Sachen, deshalb eben Findulin", sagte sie.

Über 1200 Online-Dienstleistungen bis 2005

Bundesinnenminister Otto Schily hatte am Vormittag auf der CeBIT gesagt, er wolle mit der Informationstechnologie die "beharrlichen" bürokratischen Strukturen in der Verwaltung aufbrechen. Zur Vorstellung des Internet-Portals der Bundesverwaltung bekräftigte Schily, bis 2005 mehr als 1200 internetfähige Dienstleistungen Online anzubieten.

Die öffentliche Verwaltung sei auf dem "Weg der Modernisierung gut vorangekommen. Sie ist kein Nachzügler, sondern Spitzenreiter", so Schily. Künftig sollen auch Ausschreibungen im Internet erfolgen. Dabei gehe es um eine Million Aufträge jährlich. Das von Schily vorgestellte Portal "www.bund.de" bietet eine Suchmaschine, mit der nach Themen, Adressen und Aufgabengebieten von Bundesbehörden gesucht werden kann.