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Die Münchner wollen mit UMTS auf jeden Fall noch 2002 an den Start gehen.

Hannover - Der Siemens-Konzern hat sich nach eigenen Angaben bislang 16 Liefervereinbarungen für den Aufbau von UMTS-Netzen in zwölf verschiedenen Ländern gesichert. Damit liege das Unternehmen nach Ericsson auf Platz zwei in Europa, berichtete Vorstandsmitglied Volker Jung am Donnerstag auf der CeBIT.

Jeder einzelne Auftrag habe eine Größenordnung von 300 bis 800 Millionen Euro. Insgesamt hätten sich bislang 35 von 77 erwarteten UMTS-Lizenznehmern in Europa für einen Lieferanten entschieden.

Das erste Handy für die neue Technologie will Siemens im dritten Quartal 2002 ausliefern. Auf der CeBIT stellt Siemens bereits ein funktionsfähiges UMTS-Netz vor. Bis zur Einführung der UMTS-Technik setzt Siemens auf den Vorläufer GPRS und will das erste Handy dieses Formats in der zweiten Jahreshälfte starten.

Einen Wiedereinstieg in die Technologie Powerline für das "Internet aus der Steckdose" schließt Siemens nicht aus. "Bei entsprechender Auftragslage wären wir bereit, das Thema wieder aufzugreifen", sagte der Chef der Konzersparte Information und Communication Networks, Roland Koch. Vorläufig habe Siemens die Aktivitäten jedoch auf Eis gelegt. Diese Ankündigung vor wenigen Tagen hatte in der Branche für große Überraschung gesorgt, da Powerline als vielversprechende Zukunftstechnologie gilt.