Microsoft Der Nutzer wird zur Kasse gebeten

Der Softwareriese will zukünftig über sein Internetportal MSN gebührenpflichtige Dienste anbieten.

Das Gebührenmodell soll Microsoft weitere Verdienstmöglichkeiten sichern, denn die Einnahmen über Online-Werbung sind niedrig. Das sagte Neil Holloway, Chef von Microsoft Großbritannien, gegenüber der britischen Zeitung "Ihe Independant on Sunday".

Innerhalb der nächsten 12 Monate sollen die Gebühren für bestimmte Premium-Services auf der britischen MSN-Site erhoben werden. Holloway denkt dabei über eine Jahresgebühr von 60 Pfund nach.

Gebührenfrei bleibt den Angaben zufolge der Microsoft-E-Mail-Service Hotmail. Der britische Chef kündigt jedoch an, dass Nutzer dieses Dienstes möglicherweise schon bald für einen besseren Hotmail-Service bezahlen müssten, wenn sie beispielsweise auf die Flut von Werbe-E-Mails (Spam) verzichten wollten.

Auch in Deutschland soll der kostenpflichtige Service für MSN eingeführt werden. Die Höhe des Preises und die Inhalte des Premium-Dienstes sollen aber derzeit noch nicht feststehen.

Ob sich das Gebührenmodell jedoch bei den Nutzern durchsetzen kann, bezweifeln Analysten. Sie nehmen an, dass die User Microsoft die kalte Schulter zeigen und andere kostenlose E-mail-Services benutzen könnten.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.