Donnerstag, 14. November 2019

Deutschlands derzeit erfolgreichste Verlegerin Yvonne Bauer im Interview Bauer-Verlag will zukaufen - und setzt dabei auf Print

Yvonne Bauer: "Portfolio durchaus noch durch Printzukäufe abrunden"
David Maupilé für manager magazin
Yvonne Bauer: "Portfolio durchaus noch durch Printzukäufe abrunden"

Im manager magazin gibt Verlagserbin Yvonne Bauer ihr erstes Interview seit Jahren. Deutschlands umsatzstärkster Zeitschriftenverlag wächst bei den Gesamterlösen - und setzt auch auf Zukäufe im Bereich Print.

Die Hamburger Bauer Media Group stellt weitere Zukäufe in Aussicht. "Dort, wo wir im Moment eine starke Position haben, würden wir unser Portfolio durchaus noch durch Printzukäufe abrunden", sagte Verlagschefin Yvonne Bauer dem manager magazin, dessen neue Ausgabe ab Freitag (23. September) im Handel ist. "Ansonsten stehen das Digitale und Radio im Mittelpunkt", ergänzte Bauer.

In ihrem ersten Interview seit drei Jahren sprach die 39-Jährige erstmals über ihre Familie und wie sie als Mutter zweier einjähriger Zwillinge die Rolle als Verlegerin meistert. Bauer ist vor Burda, der Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr und der Essener Funke-Gruppe der größte deutsche Zeitschriftenverlag. Zum Gewinn macht Bauer traditionell keine Angaben.

Yvonne Bauer versicherte jedoch, dieser sei stabil, auch im krisengeschüttelten Zeitschriftengeschäft: "Wir haben unsere Rentabilität bei den Zeitschriften trotz der Rückgänge in den vergangenen Jahren weitgehend halten können", so Bauer. Sie sehe noch eine Menge Möglichkeiten, die Profitabilität durch weitere Effizienzmaßnahmen auszubauen.

"Print-Geschäft noch viele Jahre eine tragende Säule"

Bauer macht immer noch fast drei Viertel seines Geschäfts mit Gedrucktem. Zu den Umsatzbringern gehören Zeitschriften wie "TV14", "Das Neue Blatt" und "Neue Post". Yvonne Bauer räumte im Interview ein, dass auch der Verlag die Umsatzrückgänge im Printgeschäft spüre. Dennoch baue der Verlag auf die Zukunft des Printgeschäfts: "Wir gehen fest davon aus, dass das Printgeschäft über viele Jahre noch eine tragende Säule unseres Umsatzes sein wird."

Yvonne Bauer, zweitjüngste von vier Töchtern des Verlegers Heinz Bauer, hatte die Führung im Verlag vor sechs Jahren übernommen und besitzt inzwischen 85 Prozent der Anteile im Unternehmen.

Das komplette Interview mit Yvonne Bauer finden Sie hier

Im Interview spricht sie offen über ihre Rolle als Unternehmerin und Mutter zweier Säuglinge: "Wenn man seine zweimonatigen Säuglinge zu Hause zurücklässt, um ins Büro zu gehen, dann macht man das, um langfristig etwas zu erhalten und weiterzugeben", so Yvonne Bauer. "Das fällt mir als Frau nicht so leicht, da ist man manchmal hin- und hergerissen und es ist eine große Verantwortung - sowohl zu Hause als auch im Verlag."

Mehr Wirtschaft aus erster Hand? Der obige Text ist nur ein minimaler Ausschnitt aus der Oktober-Ausgabe des manager magazins. Das neue Heft (und die nächste Ausgabe) können Sie hier im Vorteilsangebot bestellen. Die digitale Ausgabe ist hier für Sie verfügbar, ab Freitag liegt die Print-Ausgabe am Kiosk. Abonnenten liefern wir das frische manager magazin am Donnerstag in den Briefkasten oder elektronisch. Oder beides.

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