Swisscom SMS-Pleite in der Sylvesternacht

Für die Schweizer startete 2001 mit einer Panne: Ihr SMS-Versand brach zusammen.

Bern - Als Folge kamen viele Neujahrsglückwünsche erst mit Verspätung an. Handy-Benutzer brauchten viel Geduld, um ihre SMS-Kurznachricht überhaupt absenden zu können.

Bereits am Sonntagabend ab 19 Uhr sei die Verarbeitungszentrale überlastet gewesen, gestand ein Swisscom-Sprechers die peinliche Panne ein. Der Zuwachs an Kurzmeldungen hielt an; um etwa 22 Uhr brach die Zentrale vollständig ein.

Erst am Neujahrstag ab vier Uhr funktionierte der SMS-Versand wieder normal, so der Sprecher. Angekommen seien zwar alle gesendeten Kurzmeldungen, in vielen Fällen aber mit stundenlanger Verspätung.

Auch in Norwegen hinterließ der Jahreswechsel seine Spuren. Die neueste Zuggeneration des Landes blieb nach Mitternacht für kurze Zeit stehen. Betroffen waren 16 Flughafen-Express- und 13 ICE-ähnliche "Signatur"-Züge.

Irgendwo in der Steuersoftware war der 1. Januar 2001 als 1. Januar 1901 interpretiert worden, was den Stillstand der Züge verursacht hat.

Bis zur endgültigen Lösung des Problems behilft sich die norwegische Eisenbahn Adtrans mit einem Trick. Für die Zugsoftware ist heute der 2. Dezember 2000. Bis zum 31. Januar hat Adtrans damit Zeit, den Fehler zu finden und zu beheben, sofern die Uhren nicht noch einmal zurück gestellt werden sollen.

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