Musicbank Steht in den Startschuhen

Für das amerikanische Startup ist der Weg frei. Der Konkurrent von MP3.com hat einen Vertrag mit dem Plattenlabel EMI unterschrieben.

Das Lizenzabkommen sieht vor, dass Musicbank EMI-Musik ins Netz stellen darf, damit die Nutzer die Songs anhören können.

Damit alles legal verläuft müssen, die Nutzer nachweisen, dass sie bereist die CD mit dem jeweils gewählten Song besitzen. Eine von Musicbank bereitgestellte Software scannt die CD ein und schaltet die entsprechenden Songs in der Musikdatenbank frei. Konkurrent MP3.com bietet mit My.Mp3.com den Nutzern ein ähnliches Angebot.

Musicbank hat bereits mit den vier großen Musikriesen Universal Music Group, Sony Music Entertainment Warner Music Group und Bertelsmann Music Group ähnliche Verträge geschlossen. Das Startkapital für Musicbank soll 20,1 Millionen Dollar betragen. Beteilgit sind unter anderem Bertelsmann Bertelsmann und America Online.

Mit den Musikgiganten an der Seite hofft Musicbank, einen ähnlichen Erfolg zu haben wie Napster oder MP3.com. "Wir werden möglicherweise zwei verschiedene Dienste anbieten", sagte der Startup-Gründer Michael Downing. Allerdings bleibt der Service zunächst Usern in den USA vorbehalten, da es bislang an internationalen Lizenzabkommen fehlt. Allerdings empfiehlt Musicbank auch Interessenten aus dem Ausland, sich schon einmal anzumelden.

Das Angebot umfasst einen kostenlosen Bereich, mit einem limitierten Angebot und einen kostenpflichtige Bereich mit einem unbegrenzten Zugriff auf die Musikstücke. Dafür will Musicbank fünf Dollar einnehmen.

Das Konzept ähnelt dem von MP3.com. Die Musikbörse hatte nachdem es von der Musikindustrie verklagt wurde, seinen kostenlosen Dienst My.MP3.com eingestellt.

Grund für die Klage waren Verletzungen des Urheberrechts, die bemängelten, dass die Musikstücke anzuhören waren, ohne dass eine Gebühr an die Rechteinhaber floss. MP3.com konnte sich mit den Musikfirmen außergerichtlich einigen und hat den Dienst mittlerweile wieder gestartet.