Versatel/Addcom Flatrate ruiniert Firmen

Aus für Versatels Sonne - das Portal schließt und sämtliche Dienstleistungen werden eingestellt. Auch der Müncher Provider Addcom zieht sein Flatrate-Angebot zurück.

Vorbei sind die Zeiten, wo die Sonne für Internetnutzer aufging. Die Sonne - das deutsche Internetangebot der niederländischen Firma Versatel - stellt bereits ab 15. Dezember alle weiteren Dienste ein und schließt das Portal unter www.sonnet.de .

Das Provider-Geschäft war nicht profitabel. Auch wurde kein Geld mit dem Portal eingenommen, da es keine Werbeplätze anbot. Konsequenz - das Angebot wird beenden. Bereits im Sommer hatte Sonne sein gerade gestartetes Flatrate-Angebot wieder vom Netz genommen. in Zukunft will es sich auf Breitbandzugänge und neue Service-Angebote konzentrieren.

Der Pauschaltarif für Internetnutzer hatte das Unternehmen - wie jetzt auch Addcom und zuvor viele andere - tief in die roten Zahlen rutschen lassen. Die Nutzer surften zu lange, als dass sich für die Unternehmen die Kosten für die "letzte Meile" gelohnt hätten. Die Internetprovider müssen dabei im Minutentakt eine Gebühr an die Deutsche Telekom zahlen.

Sollte die Deutsche Telekom demnächst der Entscheidung der Regulierungsbehörde nachkommen und den Internetprovidern eine gewerbliche Flatrate anbieten, wollen verschiedene Internetanbieter wieder mit einem Pauschaltarif für private Nutzer starten.

Addcom ohne Flatrate

Noch gilt jedoch die bisherige Regelung. Neustes Opfer ist der Münchener Internetprovider Addcom. Das Unternehmen stellt sein Angebot für die Fulltime-Flatrate zum Ende des Jahres ein. Betroffen sind 5000 Kunden, die bisher für 79 Mark im Internet unbegrenzt surfen konnten.

Addcom hatte zusammen mit einem Carrier angeboten, der sich nun zurückgezogen hat. "Wir sowie unser Carrier unterliegen den Regeln der Marktwirtschaft", kommentierte Addcom-Vorstand Julian Riedlbauer das Ende des Angebots.