DaimlerChrysler Kooperiert mit T-Online im Internet

Der angeschlagene Autobauer und die Telekom-Tochter T-Online haben ein Joint Venture gegründet. Es soll dem Aufbau von autobezogenen Kundenportalen im Internet dienen.

Stuttgart - Erstes Projekt ist ein Internetportal für die Marke Mercedes, das bis zum Sommer 2001 aufgebaut werden soll, teilten die beiden Unternehmen mit. Danach folgen ein markenneutrales und ein Portal rund um den Kleinwagen Smart.

Auf den Websites soll den Kunden eine Vielzahl von Informationen und Dienstleistungen rund um Automobile angeboten werden. Als mögliche Anwendungsbeispiele stellte die Unternehmen Staumeldungen, Planungen der Reiseroute oder auch die Erinnerung an wichtige Termine vor.

Hinzu kommt der Verkauf von Mercedes-Artikeln sowie die Vermittlung von Versicherungen und Finanzdienstleistungen. Der Vertrieb von Fahrzeugen über das Mercedes-Portal ist nach Angaben eines T-Online Sprechers nicht geplant.

"Auf dem Portal für die Marke Mercedes-Benz sollen später auch andere, konzernfremde Marken integriert werden können", sagte DaimlerChrysler-Vorstand Jürgen Hubbert.

Ziel sei es, "den Kunden ein Leben lang zu begeleiten", so Hubbert. Dabei hat der Vorstand den typischen Mercedez-Fahrer im Sinn. Der Prototyp ist offenbar männlich, verheiratet und vergesslich: "Ihre Frau hat morgen Geburtstag. Was können wir für sie tun?", erscheint auf dem Bildschirm der Demo-Version des Web-Auftritts, wenn der Kunde sein persönliches Mercedes-Benz-Portal öffnet.

Der kommissarische Vorstandschef von T-Online, Detlev Buchal, sagte, mit dem Portal würde ein neues Geschäftsfeld erschlossen. denn bislang ist T-Online im Automarkt noch nicht tätig. DaimlerChrysler will nach und nach alle seine verschiedenen Marken in der Plattform präsentieren.

An dem Gemeinschaftsunternehmen hält DaimlerChrysler 51 Prozent der Anteile, der Rest liegt bei T-Online. Das neue Unternehmen ist mit einem Startkapital von 20 Millionen Euro ausgestattet. Hubbert und Buchal rechnen mit 100.000 Kunden in den nächsten zwei Jahren. Spätestens in drei Jahren sollen schwarze Zahlen geschrieben werden. Noch muss der Aufsichtsrat von T-Online jedoch dem Vorhaben erst noch zustimmen.

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