Microsoft Schickt Surfer auf Umwege

Nicht mit rechten Dingen soll es bei dem Softwareriesen zugehen. Dessen Web-Seiten sind offenbar doch nicht so beliebt, wie der Konzern die Öffentlichkeit bisher glauben ließ.

München - Denn an den Besucherzahlen der Seiten, die im weltweiten Vergleich ganz vorn liegen, scheint der Konzern laut der Zeitschrift "PC Welt" kräftig zu tricksen. Sie werden mit einem Trick künstlich in die Höhe getrieben.

Das Prinzip ist einfach: Wer auf seinem Computer den Microsoft Internet-Explorer installiert hat und etwas sucht, der landet mit der Betätigung des "Suchen"-Buttons automatisch auf der Web-Seite von Microsoft.

Hier werden die Daten erfasst und dann an Suchmaschinen weiter gegeben. Durch diesen "Umweg" der Anwender erhöhen sich automatisch die Besucherzahlen der Microsoft-Seiten. Außerdem erhält der Software-Gigant auf diese Weise umfangreiches Datenmaterial über die Interessen der Internet-Surfer.

Gegen die ungewollte Umleitung kann sich der Anwender kaum wehren. Auch wenn den Suchoption über das Microsoft Network ausdrücklich im Menüpunkt "Anpassen" deaktiviert wird, bleibt der Umweg bestehen. Nur durch einen direkten Eingriff in die Registrierdatenbank von Windows kann er unterbunden werden.