E-Vergabe Wie man Auträge per Internet vergibt

In einem Pilotprojekt loten Behörden derzeit den Ablauf bei der elektronischen Auftragsvergabe aus. Dabei visieren die Bundesbehörden an, alle internetfähigen Dienstleistungen bis Ende 2005 online zu ermöglichen.

Berlin - Bei dem Projekt "E-Vergabe" testet das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und das Beschaffungsamt des Innenministeriums das Verfahren. Die beiden Behörden wollen die technischen und organisatorischen Anforderungen kennen lernen. Dabei fungieren die beiden Ämter als Auftraggeber, teilte das Bundeswirtschaftsministerium als Projektinitiator am mit.

Es müsse unter anderem sichergestellt werden, dass die Angebote geheim abgegeben werden und nicht vor dem Stichtag bekannt werden. Ferner sei die Frage der digitalen Unterschrift und Änderungen in der Behördenorganisation zu prüfen.

Dabei holen sich die Bundesämter Unterstützung. Die Bremer Online Services Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft soll einen Anforderungskatalog entwickeln, in dem die Vorgaben des Vergaberechts zusammengefasst werden.

Am Ende des Pilotprojekts steht die elektronische Vergabe von Aufträgen. Ziel ist, alle internetfähigen Dienstleistungen des Bundes bis Ende 2005 online zu ermöglichen. Derzeit werden jährlich 30.000 öffentliche Aufträge im Wert von rund 500 Milliarden Mark vergeben.