IBM Konzernweit Sorge um Daten- und Kundenschutz

CEO, CIO, COO und jetzt CPO: Ein Chief Privacy Officer soll beim US-Computerriesen als oberster Kunden-Beauftragter die Rechte der Konsumenten achten.

Armonk - Rechtzeitig vor der Weihnachtssaison im Online-Shopping legt sich der Computerriese IBM einen eigenen Beauftragten für Kundenrechte zu.

Harriet Pearson, der erste Chief Privacy Officer (CPO), soll konzernweit die Daten- und Kundenschutz-Ansätze von IBM auf einen Standard bringen - von der Forschung und Entwicklung über Marketing, Vertrieb, dem Webauftritt bis zum Lobbyismus in Washington.

Die neue Position entstand aus Bedenken, dass Datenschutz-Ängste den künftigen E-Commerce behindern werden. Dabei geht es nicht nur darum, dass Kunden nicht bereit sind, persönliche Daten wie Kreditkarten-Nummern über das Netz zu schicken.

Nach einer Studie der Universität von Kalifornien rechnen mehr als zwei Drittel der Internet-Nutzer damit, dass sie online ausspioniert werden. Unter den Nicht-Internet-Nutzern sind sogar drei Viertel der Meinung, dass eine Online-Verbindung eine Einschränkung der Privatsphäre bedeutet.

Zudem erwartet IBM, dass Washington per Gesetz eine neue Qualität des Schutzes von Kundendaten verordnen wird.

Zeit also für den Konzern, sich mit einem Aushängeschild im Management um den Daten- und Kundenschutz zu bemühen. CPO Pearson hat bisher die IBM-Strategie bei der Öffentlichkeitsarbeit in punkto Datenschutz, Gesundheitsvorsorge und Kundensicherheit koordiniert.