Dotcom-Krise Internetfirmen streichen Jobs

Die schwierige Situation vieler Internetfirmen kostet in den USA zunehmend Arbeitsplätze. Die Entlassungswelle erreicht ihren Höhepunkt.

New York - Die schwierige Situation vieler Internet-Firmen kostet in den USA zunehmend Arbeitsplätze. Die Entlassungswelle erreicht ihren Höhepunkt.

Laut einem in New York vorgelegten Bericht der Personalvermittlung Challenger Gray & Christmas wird die Branche im November mehr als 8700 Stellen streichen.

Das seien 55 Prozent mehr als im Oktober, als bereits 5677 Jobs wegfielen. Mit dem Verfall der Aktienkurse stießen viele Dotcom-Firmen an die Grenzen ihrer finanziellen Kräfte, sagte der Chef von Challenger, John Challenger. Vielen sei es noch nicht gelungen die Gewinnzone zu erreichen.

Seit Dezember vergangenen Jahres fielen nach Angaben Challengers im US-amerikanischen Internet-Sektor 31.056 Arbeitsplätze bei 383 Firmen weg, wobei ein Fünftel dieser Unternehmen ganz aufgegeben habe.

Die meisten Entlassungen gab es demnach mit einem Anteil von 40 Prozent - das entspricht 12.551 Stellen - bei Beratungsfirmen, Finanzservices und anderen Dienstleistern der Branche. Danach folgte der Online-Einzelhandel mit 7.863 Jobs.

Challenger ging davon aus, dass die Zahl der Entlassungen und Firmenschließungen im Dezember und Januar weiter ansteigen wird.