Weihnachten Online-Unternehmen setzen auf Feiertage

Umfragen zufolge könnte 2000 das Jahr des W-Commerce werden, des Weihnachtsgeschäfts im Internet.

Frankfurt/Main - Nahezu zwei Drittel der Internet-Nutzer wollen nach Ergebnissen einer Online-Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß ihre Weihnachtsgeschenke im Internet suchen; zum Kauf entschlossen sind rund 40 Prozent.

Allerdings werden längst nicht alle Interessenten auch zu Online-Käufern, was Fittkau und Maaß zufolge ein immer größeres Problem für den deutschsprachigen Online-Markt darstellt.

Positiv sei festzustellen, dass das Interesse der deutschsprachigen Nutzer am Online-Kauf nicht zu bremsen sei, erklärten die Marktforscher. Hätten vor drei Jahren noch gerade 17 Prozent der Internet-Nutzer für das kommende halbe Jahr konkret einen Online-Kauf geplant, so seien es dieses Mal 64,1 Prozent.

Weihnachtsgrüße weiterhin Frauensache

Weihnachtsgrüße wird es offenbar fast nur noch per E-Mail oder E-Grußkarte geben, mehr als 70 Prozent der Befragten wollen auf diese Art und Weise ihre Grüße zum Fest verschicken, wie die "WWW-Benutzer-Analyse W3B" ergab.

Dabei sei die Nutzung von Weihnachts-Web-Seiten oder das Versenden weihnachtlicher Grüße vorwiegend Sache der Frauen. Auch ihre sonstige Zurückhaltung beim Online-Einkauf geben Frauen zu Weihnachten auf, fast 37 Prozent planen einen Online-Einkauf.

Allgemein sei es aber eine Tatsache, dass längst nicht alle Nutzer ihre Online-Shopping-Absicht auch in die Tat umsetzten, geben die Marktforscher zu bedenken. So geben rund 80 Prozent an, dass sie sich zwar online informieren -gekauft werde aber anschließend "offline".

Und genau darin liege die Herausforderung für allen reinen Online-Unternehmen ohne Standbein in der "Old-Economy": Nur wenn es ihnen gelinge, die neugierigen Besucher auch zum Einkauf zu bewegen, könne das Weihnachtsgeschäft erfolgreich sein.