Freitag, 19. Juli 2019

Handy Neue Diskussion um Strahlen-Gefahr

Eine Studie warnt vor Gesundheits-Gefahren von Handys bei Jugendlichen, einer wichtigen Zielgruppe der Mobilfunk-Betreiber und M-Commerce-Anbieter.

London - Kinder und Jugendliche, die Handys benutzen, riskieren Gedächtnisverluste, Schlafstörungen und Kopfschmerzen. Das belegt eine Studie, die das renommierte britische Wissenschaftsmagazin "The Lancet" publiziert.

Nach Angaben des britischen Arztes Gerard Hyland seien Handy-Nutzer unter 18 Jahren besonders anfällig für Strahlungen aus dem Gerät, da ihr Immumsystem noch nicht robust genug sei. Die Strahlung beeinträchtige die Stabilität der Körperzellen und wirke so auf das Nervensystem, wird Hyland von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

"Wenn Handys ein Nahrungsmittel wären, würden sie aufgrund der bestehenden Unsicherheit über mögliche Gesundheitsgefahren einfach nicht zugelassen."

Zuvor hatten Wissenschaftler bereits darauf hingewiesen, dass die elektromagnetische Strahlung die Gehirnhaut erwärmen könne. Allerdings sei nicht bewiesen, dass davon ein Gesundheitsrisiko ausgehe.

Nach Angaben von Hyland besteht das wahre Risiko in der Niedrig-Energie-Strahlung und nicht in der Erwärmung.

Kinder und Jugendliche sind eine wichtige Zielgruppe vor allem für die Mobilfunk-Betreiber. Gut ein Drittel aller Geräte werden in Deutschland mit einer Prepaid-Karte verkauft - vor allem an unter 18-jährige, die wenig selbst telefonieren, dafür aber immer erreichbar sein sollen.

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