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08.08.2012
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Gehälter
Deutlich mehr Geld für Führungskräfte

Von Nicole Wildberger

Gehaltsplus für kaufmännische Fach- und Führungskräfte: "Die Steigerung der Gehälter hat die Erwartungen aus dem Vorjahr klar übertroffen"
Corbis

Gehaltsplus für kaufmännische Fach- und Führungskräfte: "Die Steigerung der Gehälter hat die Erwartungen aus dem Vorjahr klar übertroffen"

Trotz Euro-Krise und weltweiter Konjunkturabkühlung konnten sich kaufmännische Führungskräfte über kräftige Gehaltserhöhungen freuen. Der Vergütungsreport der Managementberatung Kienbaum zeigt auch: Je größer das Unternehmen, desto üppiger das Gehalt.

Hamburg - Immerhin 3,5 Prozent mehr Geld gab es im Jahr 2011 im Schnitt für kaufmännische Führungskräfte, Spezialisten erhielten sogar 3,8 Prozent mehr. Das zeigt der Vergütungsreport "Führungskräfte und Spezialisten in kaufmännischen Funktionen 2012" der Managementberatung Kienbaum, der manager magazin online exklusiv vorliegt.

Christian Näser, Vergütungsexperte bei Kienbaum und Verfasser des jährlich aufgelegten Reports, war von dem Anstieg nach Befragung von 5.426 Führungskräften in 716 Unternehmen selbst überrascht: "Die Steigerung der Gehälter hat die Erwartungen aus dem Vorjahr erheblich übertroffen. Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheiten im vergangenen Jahr waren die Unternehmen ursprünglich von einem Gehaltszuwachs zwischen 2,5 und 3,4 Prozent ausgegangen."

Im Durchschnitt verdienen Manager und Managerinnen, die in kaufmännischen Positionen arbeiten, 122.000 Euro im Jahr - inklusive Boni und anderer Extras. Spitzenverdiener sind diejenigen, die einen Job in der kaufmännischen Gesamtleitung innehaben; hier verdienen Spitzenkräfte im Durchschnitt 167.000 Euro pro Jahr, gefolgt von den Leitern in der Unternehmensplanung und / oder -Entwicklung mit 158.000 Euro und den Leitern Finanzanlagen mit 151.000 Euro pro Jahr.

Insbesondere die letzen beiden Funktionen sind aber Tätigkeiten, die es wegen ihrer speziellen Funktionen eher in Großunternehmen als im Mittelstand gibt. Entsprechend steigt das Gehalt bei Führungskräften signifikant mit der Größe des Unternehmens, bei dem sie arbeiten.

Chemie, Maschinenbau, Banken und Versicherungen vorn

Während Manager in Unternehmen mit 500 bis 1000 Kollegen durchschnittlich 110.000 Euro verdienen, erhalten sie in Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern fast ein Drittel mehr, nämlich 151.000 im Schnitt. "Die Größe des Unternehmens kann sich übrigens ebenso nach dem Umsatz bemessen, der Grundsatz bleibt der gleich: je größer ein Unternehmen, desto höher das Gehalt seiner Führungskräfte", unterstreicht Christian Näser.

Die Branchen, in denen in Deutschland am besten verdient wird, können nach den Angaben des Reports ebenfalls identifiziert werden. Es sind die üblichen Verdächtigten: Spitzengehälter werden in der Chemie und im Maschinenbau gezahlt, gefolgt von den Finanzdienstleistern wie Banken und Versicherungen.

Auch Führungskräfte in Unternehmensberatungen oder Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Großkanzleien dürfen sich über überdurchschnittliche Gehälter freuen.

Für den Bereich Chemie stützt beispielsweise eine Umfrage des Verbandes angestellter Akademiker und leitender Angestellter der Chemischen Industrie VAA aus dem Jahr 2011 die Ergebnisse der Kienbaum-Studie. "Die VAA-Einkommensumfrage 2011 unter mehr als 5.700 Führungskräften der chemischen Industrie zeigt, dass die Fixgehälter der Kaufleute in dieser Branche im Vorjahr um 3,4 Prozent gestiegen sind.

Schwacher Euro kann bestimmten Branchen helfen

Innerhalb der chemischen Industrie verdienen Führungskräfte aus den Bereichen Engineering und Anlagenbau sowie die Spezialchemiker am meisten", erklärt VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch.

Für das kommende Jahr ist die weitere Entwicklung der Einkommen nach Ansicht von Kronisch vor allem von der Entwicklung der Euro-Krise abhängig: Je nachdem, wie sich die Realwirtschaft in der deutschen chemischen Industrie weiterentwickelt, wird sie sich mittelbar auch in den Bezügen der Führungskräfte in der chemischen Industrie auswirken.

Schließlich sind die Boni in der Regel an die Unternehmensergebnisse gekoppelt und der Anteil der variablen Vergütung am Gesamteinkommen ist bei den Führungskräften mit durchschnittlich 10 bis 20 Prozent hoch. Diese Tatsache kann sich natürlich in beide Richtungen auswirken: Kommt es zu einem Abschwung der Weltkonjunktur und die Umsätze brechen entsprechend ein, sinken die Boni.

Kann aber beispielsweise die stark exporthängige deutsche Chemiebranche vom schwachen Euro und den niedrigen Zinsen profitieren - dann profitieren auch die Führungskräfte von entsprechend höheren Verdiensten. Der schwache Euro hat also auch in Zukunft durchaus positive Effekte - zumindest für exportoriente Branchen.

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