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27.05.2011
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Pay for Performance

Welche MDax-Chefs ihr Geld wert sind

Von Dietmar Palan

Pay for Performance: Welche MDax-Chefs ihr Geld wert sind
Fotos
DPA

Hugo-Boss-Chef Claus-Dietrich Lahrs, Puma-Chef Jochen Zeitz und Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner sind die bestbezahlten MDax-Chefs. Im Leistungsranking der Konzernlenker lässt Lahrs die Kollegen Döpfner und Zeitz jedoch klar hinter sich. Noch besser als Lahrs sind die Lenker einer Mediengruppe sowie eines Ausrüsters für Profiköche.

Hamburg - Mit ihren Jahresgehältern setzen sich Claus-Dietrich Lahrs (Hugo Boss, 5,4 Millionen Euro für 2010), Mathias Döpfner (Axel Springer, 8,9 Millionen Euro) und Jochen Zeitz (Puma, 9,8 Millionen Euro) deutlich vom Durchschnitt der MDax-Unternehmenschefs ab. Doch nur Lahrs kann für 2010 eine Eigenkapitalrendite vorweisen, die deutlich über 20 Prozent liegt. Die Aktionäre von Hugo Boss konnten sich für 2010 sogar über einen Gesamtertrag (Kursgewinn plus Dividende) von mehr als 100 Prozent freuen - ein fulminantes Comeback nach dem Krisenjahr 2009.

Mit diesen beiden Kennziffern schafft es der Vorstandschef von Hugo Boss in die Top 5 im Pay-Performance-Ranking, das manager magazin auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Berliner Humboldt-Universität erstellt hat (zur Berechnungsmethode siehe Kasten links). Die entscheidende Frage lautet: Wer schafft entsprechenden Gegenwert für sein Gehalt, wer schafft es, den Ertrag für die Aktionäre und die für das Unternehmen selbst besonders wichtige Eigenkapitalrendite überdurchschnittlich zu steigern?

Noch leistungsstärker als der Chef des Edelschneiders zeigten sich mit Blick auf das abgelaufene Jahr drei Unternehmenslenker, die in weniger glamourösen Branchen arbeiten. Der Chef des Schmierstoffherstellers Fuchs Petroclub, Stefan Fuchs, ProSiebenSat1-Chef Thomas Ebeling sowie der Chef des Küchengeräteherstellers Rational, Günter Blaschke, sicherten sich die drei Spitzenplätze im Leistungsranking.

Top-50-Ranking: Die Leistungsbilanz der MDax-Chefs auf einen Blick

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Methode: Wie Performance und Bezahlung gemessen und bewertet werden

  • Bezüge des Vorstandschefs
    Die Gehaltsdaten stammen entweder aus den aktuellen Geschäftsberichten oder werden - sofern die Firmen die Gehälter nicht individualisiert ausweisen – von renommierten Gehaltsexperten aus öffentlich zugänglichen Quellen berechnet. Als Grundlage verwenden die Vergütungsspezialisten dabei die index- beziehungsweise branchen- oder unternehmensspezifischen Abstände zwischen dem Vorstandsvorsitzenden und den einfachen Mitgliedern des Leitungsgremiums. Sollte ein Vorstandsvorsitzender erst im Laufe des Jahres 2009 seinen Job angetreten haben, wird sein Gehalt auf volle zwölf Monate hochgerechnet.

  • Eigenkapitalrendite und Total Shareholder Return
    Professor Joachim Schwalbach von der Berliner Humboldt-Universität ermittelt die Eigenkapitalrendite als Prozentsatz des Firmengewinns auf das Eigenkapital sowie den Total Shareholder Return als prozentuale Wertentwicklung der Aktie einschließlich der gezahlten Dividende. Von beiden Kennzahlen werden jeweils die Eigenkapitalkosten abgezogen, da ein Konzern erst dann Werte für seine Aktionäre schafft, wenn die Erträge über der Rendite einer risikoadjustierten vergleichbaren Anlage liegen. Bei der Analyse der dreijährigen Performance werden jeweils die zwischen Anfang 2007 und Ende 2009 erzielten Eigenkapitalrenditen und Total Shareholder Return herangezogen.
  • Pay-for-Performance-Indikator
    Die Kennzahl, die auch die Reihenfolge im manager-magazin-Leistungsranking bestimmt, verknüpft die Gehälter der Topmanager mit ihrer Leistung gemessen in Eigenkapitalrendite und Total Shareholder Return. Der bestmögliche Wert liegt bei 100 Prozent, dieser Wert ist Vergleichsmaßstab für die Konkurrenz.
    Die jeweils um die Eigenkapitalkosten korrigierten Kennzahlen "Eigenkapitalrendite" und "Total Shareholder Return" werden bei der Berechnung des Pay-for-Performance-Indikators im Verhältnis zwei zu eins gewichtet. Dies entspricht dem Verhältnis, mit dem diese beiden Kennzahlen üblicherweise in die Gehaltsfindung des Topmanagements einfließen.







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