Von Henrik Müller
Hamburg - Kein anderer EU-Staat wird sich in den kommenden fünf Jahren aus Investorensicht so stark verbessern wie Deutschland. Andere Länder büßen dagegen erheblich an Attraktivität ein, insbesondere Großbritannien und Italien.
Aufstiegshoffnung: Deutschland kann schon bald wieder zu den führenden Wirtschaftszonen Europas gehören - das zeigt eine exklusive Standortstudie für manager magazin.
Hauptgrund für die Verschiebungen bei der Standortqualität ist die Entwicklung der Lohnstückkosten (das Verhältnis der Lohnkosten zur Produktivität der Beschäftigten), die seit Jahren in Deutschland sinken, während sie anderswo in Europa steigen.
Allerdings ist der Wiederaufstieg des Standorts Deutschland kein Selbstläufer. Erst weitere moderate Veränderungen - beispielsweise eine flächendeckende Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich kombiniert mit einer Senkung der Unternehmensteuern von 38,7 auf 25 Prozent - lassen die Bundesrepublik zu einem der attraktivsten unter den großen EU-Staaten aufsteigen. "Das Land ist auf dem richtigen Weg", urteilt Professor Michael Frenkel von der WHU. "Jetzt kommt es darauf an, dass wir ihn konsequent weitergehen."
Aus der Analyse dieser verschiedener Standortfaktoren ergibt sich eine Rangfolge. Sie zeigt, wie ein Investor die Standorte in der EU gemäß ihrem Preis-Leistungs-Verhältnis beurteilt. Nach dieser Methode finden sich die derzeit besten europäischen Regionen in Estland (Tallinn) und Irland (Dublin). Das EU-Land mit den meisten Regionen in den Top 100 der EU-Standorteliga ist Österreich.
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