Montag, 25. März 2019

CEO Thomas Ebeling hört mit 60 auf ProSiebenSat.1 will Gesundheitsprodukte in die Läden bringen

Vegane Snacks, Biokosmetik, Diätprodukte: ProSiebenSat.1 will sein Geschäftsmodell erweitern

Thomas Ebeling kündigt an, dass er seinen Vertrag nicht verlängern und mit 60 aufhören will. Bis dahin will der Vorstandschef aber noch das Geschäftsmodell erweitern. So soll der Fernsehkonzern künftig eigene Gesundheitsprodukte in die Läden bringen.

Thomas Ebeling (57) kündigt seinen Abschied als Vorstandschef von ProSiebenSat.1 an. In einem Interview mit dem manager magazin (Erscheinungstermin: 18. November) sagte der Chef des Fernsehkonzerns, dass er seinen laufenden Vertrag nicht mehr verlängern wolle - dieser läuft noch bis 2019. "Dann soll nach Möglichkeit auch Schluss sein", sagte Ebeling. Mit einem Alter von dann 60 Jahren, glaube er, sollte man kein Medienunternehmen mehr leiten, so der Manager zur Begründung.

Ebeling leitet ProSiebenSat.1 seit 2009. "Ich kann mir später durchaus eine Aufgabe bei einem Investor vorstellen oder etwas Internationales", sagte Ebeling. "Vielleicht werde ich mit 60 auch noch mal Coach und Business Angel."

Bei ProSiebenSat.1 will Ebeling in seiner Amtszeit noch ein Geschäftsmodell einführen, wie der Manager in dem Gespräch ebenfalls ankündigte. Demnach will der TV-Konzern sich vom Werbegeschäft noch unabhängiger machen, indem er eigene Produkte in die Läden bringt, die er auf seinen Sendern bewirbt.

Mit 60 soll Schluss sein: Thomas Ebeling

Als Beispiele nannte Ebeling "Snacks für Veganer, Biokosmetik oder Diätprodukte". ProSiebenSat.1 wolle davon profitieren, dass die Zuschauer der Fernsehsender älter werden. "Sobald wir eigene Produkte im Angebot haben, können wir damit auch aus der digitalen Welt hinausgehen in andere Absatzkanäle - Apotheken, Spezialgeschäfte für Nahrungsergänzungsmittel, Drogerien", so Ebeling.

Bisher hatte ProSiebenSat.1 stark auf digitalen Handel gesetzt, um seine Werbeabhängigkeit zu mindern. Der direkte Handel mit eigenen Produkten sei der nächste Schritt, sagte Ebeling.

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