Freitag, 16. November 2018

Neuer Job bei Anwaltskanzlei Ex-Allianz-Chef Diekmann heuert bei Linklaters an

Michael Diekmann: Der Ex-Allianz-Chef berät ab sofort die international tätige Anwaltskanzlei Linklaters

Michael Diekmann, Ex-Vorstandschef der Allianz, hat knapp ein Jahr nach dem Ausscheiden bei Europas größtem Versicherer, einen neuen Job gefunden. Diekmann berät ab sofort die international tätige Anwaltskanzlei Linklaters.

Der studierte Jurist wird Mitglied der "International Advisory Group" der Sozietät, wie ein Sprecher gegenüber manager magazin online am Montag erklärte. Die Gruppe unterstützt die Kanzlei in Fragen der Strategie und Unternehmensführung.

Dem Beratergremium gehören einige bekannte Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft an - so zum Beispiel der ehemalige britische Außenminister Lord William Hague oder der Ex-Chef von Thomson Reuters, Tom Glocer.

Diekmann war von 2003 bis 2015 Vorstandsvorsitzender der Allianz SE. Davor verantwortete der Manager das Geschäft für zahlreiche Regionen des Konzerns. 1988 hatte der Jurist bei dem Versicherer angefangen.

Diekmann sitzt in vier Dax-Aufsichtsräten (Siemens, BASF, Linde, Fresenius SE) und ist damit bestens in der deutschen Wirtschaft verdratet.

Linklaters werde von Diekmanns "hoher Sachkunde" und internationalen Erfahrungen "außerordentlich profitieren", zeigte sich Robert Elliott, Chariman und Parnter der Kanzlei überzeugt. Dass die Kanzlei über diese Top-Personalie nun verstärkt Mandate in der Versicherungswirtschaft im Auge habe, wollte ein Sprecher nicht bestätigen.

Auch wenn Linklaters im Run-Off-Markt für Lebensversicherer oder bei der Umsetzung der neuen Eigenkapitalregeln Solvency II beratend tätig sei, zähle die Versicherungswirtschaft nicht zum Kernbereich der Kanzlei, wie der Sprecher erläuterte. Zudem arbeite Linklaters bereits auch für den Allianz-Konzern. Zu Diekmanns Vergütung oder Gehalt wollte sich der Sprecher auf Nachfrage nicht äußern.

Linklaters beriet zuletzt unter anderem die Deutsche Börse bei ihrem geplanten Zusammenschluss mit der London Stock Exchange oder die Deutsche Bank beim Vergleich mit den Kirch-Erben. Auch bei der Abspaltung der Material-Science-Sparte von Bayer und dem anschließenden Börsengang von Covestro hatte die Kanzlei Mandate.

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