Donnerstag, 16. August 2018

200-Millionen-Dollar-Deal im Fokus Hip-Hop-Superstar Jay-Z hat Ärger mit der Börsenaufsicht

Jay-Z mit Ehefrau Beyonce (Archivaufnahme, 2016)

Hip-Hop-Superstar Jay-Z hat Ärger mit der US-Börsenaufsicht SEC. Der Rapper, der mit richtigem Namen Shawn Carter heißt, habe sich geweigert, bei einer Untersuchung zu kooperieren und auszusagen, teilte die Behörde am Donnerstag mit. Deshalb wolle die SEC nun eine gerichtliche Anordnung beim Bundesgericht des südlichen Bezirks von New York erwirken.

Es geht darum, ob nach dem Verkauf der Modemarke Rocawear an die Iconix Brand Group im Jahr 2007, der Carter über 200 Millionen Dollar eingebracht habe, gegen Wertpapiergesetze verstoßen wurde. Die Börsenaufsicht interessiert sich unter anderem für den Wert der Marke und das Ausmaß von Jay-Zs Arbeit für Rocawear nach dem Verkauf.

Die SEC wollte Jay-Z eigentlich bereits im November verhören, eine zweite Vorladung sei im Februar erfolgt. Er sei jedoch nicht erschienen und habe sich geweigert, alternative Termine anzubieten. Nun soll der Rapper am 11. Mai erneut vorgeladen werden.

"Wir wissen, dass die SEC auf der Suche nach Informationen zu Iconix' Finanzberichten ist", sagte ein Sprecher von Jay-Z dem US-Sender CNBC. Der Rapper habe jedoch nichts damit zu tun und solle als Privatperson aus der Angelegenheit herausgehalten werden. Die Aktien der Iconix Brand Group ließ die SEC-Mitteilung im US-Börsenhandel zeitweise um mehr als neun Prozent abstürzen.

luk, dpa, AP

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