Donnerstag, 21. Juni 2018

Anschlag auf Bernhard Günther Ermittler befragen Innogy-Manager nach Säureangriff

Tatort im nordrhein-westfälischen Haan

Am dritten Tag nach dem Säure-Anschlag auf Innogy-Manager Bernhard Günther hat die Staatsanwaltschaft das Opfer des Angriffs befragen können. Der 51-Jährige habe den Wuppertaler Beamten allerdings keine Hinweise zur Tag geben können, sagte eine Sprecherin der Behörde. Die Ermittler hätten noch keinen konkreten Hinweis auf den oder die möglichen Täter.

Einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach am Tatort DNA-Spuren sichergestellt worden seien, wollte die Behörde nicht kommentieren.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es bereits vor sechs Jahren einen Überfall auf den Manager gab. Die Tat konnte damals nicht aufgeklärt werden. "Wir prüfen natürlich nun, ob Zusammenhänge zwischen beiden Taten bestehen." Derzeit gebe es dafür aber noch keine Anhaltspunkte. "Wir ermitteln weiter in alle Richtungen, beruflich und privat", sagte die Staatsanwältin.

Der 51-jährige Günther war am Sonntag in Haan bei Düsseldorf in einer Parkanlage von zwei Unbekannten angegriffen und zu Boden geworfen worden. Sie schütteten ihm ätzende Säure ins Gesicht und konnten fliehen. Günther erlitt schwerste Verletzungen, schwebt aber nicht mehr in Lebensgefahr.

Innogys Aufsichtsrat hat derweil die Aufgaben aus Günthers Ressort an dessen Vorstandskollegen Hans Bünting delegiert. "Damit ist die Handlungsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt", erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Erhard Schipporeit am Dienstag nach einer Sitzung des Gremiums.

luk / dpa-afx

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