Mittwoch, 12. Dezember 2018

"Unangemessenes Verhalten" Ford feuert Nordamerika-Chef Nair

Ford-Manager Raj Nair: Wegen "unangemessenem Verhalten" mit sofortiger Wirkung entlassen

Der Autobauer Ford Börsen-Chart zeigen hat sich wegen "unangemessenen Verhaltens" von seinem Nordamerika-Präsidenten Raj Nair getrennt. Das Unternehmen teilte am späten Mittwochabend in Detroit mit, Nair werde Ford mit sofortiger Wirkung verlassen, nachdem eine interne Untersuchung ergeben habe, dass sich der 53-Jährige in einer Art verhalten habe, die "nicht im Einklang mit den Verhaltensregeln des Unternehmens" stehe.

Weitere Angaben zu den Hintergründen des Rauswurfs machte das Unternehmen nicht. Ford-Chef Jim Hackett versicherte aber, die Entscheidung sei nach sorgfältiger Abwägung getroffen worden.

"Ford fühlt sich dem Ziel verpflichtet, eine sichere und respektvolle Firmenkultur zu schaffen und aufrecht zu erhalten und wir erwarten von unseren Managern, diese Werte voll zu vertreten", erklärte Hackett. Nair entschuldigte sich in der Erklärung für "Fälle, in denen ich nicht ein Verhalten an den Tag gelegt habe, das den Unternehmensprinzipien entspricht."

Nair arbeitete seit 1987 für das Unternehmen und hatte bei dem zweitgrößten Autobauer der USA zahlreiche Führungsposten inne, bevor er im Juni 2017 zum Chef des Nordamerika-Geschäfts aufstieg - ein Bereich, der 90 Prozent des weltweiten Umsatzes generiert. Damit war er für das Geschäft in den USA, Mexiko und Kanada verantwortlich. Er war zugleich stellvertretender Vorstandsvorsitzender und galt auch als möglicher Anwärter auf den höchsten Chefposten des Konzerns.

Gegen Ford war im vergangenen Jahr bereits ein Bußgeld in zweistelliger Millionenhöhe wegen sexueller und rassistischer Belästigungen beziehungsweise Diskriminierungen in zwei Werken in Chicago verhängt worden.

mg/rtr/afp

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