Dienstag, 26. März 2019

Mitgründer von Vine und HQ Trivia Colin Kroll tot aufgefunden

Colin Kroll (Bild Archiv)l: Der US-amerikanische Internet-Jungunternehmer wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden
Getty Images North America
Colin Kroll (Bild Archiv)l: Der US-amerikanische Internet-Jungunternehmer wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden

Der bekannte Jungunternehmer Colin Kroll wurde tot in seiner Wohnung aufgefunden. Kroll ist Mitgründer des Kurzvideodienstes Vine und der Quiz-App HQ Trivia. Jetzt schießen die Gerüchte über den einstigen Shooting-Star ins Kraut.

Im Alter von 34 Jahren ist der US-Internet-Jungunternehmer Colin Kroll gestorben. Der Mitbegründer des Kurzvideodienstes Vine und der Quiz-App HQ Trivia wurde am Sonntag leblos im Schlafzimmer seiner Wohnung in Manhattan aufgefunden, wie ein Polizeisprecher dem US-Sender NBC sagte. Als Todesursache wird demnach eine Überdosis Drogen vermutet.

Kroll hatte 2012 den beliebten Videodienst Vine mitbegründet, mit dem bis zu sechs Sekunden lange Videos geteilt werden konnten. Vine wurde später von Twitter übernommen und inzwischen eingestellt.

Später gründete Kroll die Quiz-App HQ Trivia. Das Spiel kam im August 2017 auf den Markt und hatte im folgenden März zwei Millionen Nutzer. Die Zahl der Nutzer soll aber zuletzt deutlich zurückgegangen sein. HQ Trivia äußerte sich am Sonntag "zutiefst traurig" über den Tod des Gründers und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Medienberichten zufolge wurde Kroll einst von Twitter wegen fehlender Management-Kompetenzen entlassen. Das "Time"-Magazin berichtete zudem, er sei bei HQ Trivia mit Vorwürfen eines unangemessenen Verhaltens konfrontiert gewesen.

Krolls Vater sagte gegenüber der New York Times, sein Sohn habe vor Kurzem mit dem Trinken aufgehört und habe keine Drogenprobleme gehabt. "Er hat zu lange und zu hart gearbeitet", sagt Alane Kroll der Zeitung. Seinem Sohn habe es zu schaffen gemacht, in New York City zu wohnen. "Er war so talentiert und hat in seinem jungen Alter bereits so viel erreicht", sagte Alan Kroll. "Es wäre eine große Freude gewesen, ihn mit 50 zu sehen."

rei/afp

© manager magazin 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung