Dienstag, 20. November 2018

EXKLUSIV Deutsche Allianz-Beschäftigte strafen ihren Chef Oliver Bäte ab

Vorstandschef Oliver Bäte auf der Hauptversammlung der Allianz 2017

Die Beschäftigten der Allianz in Deutschland zweifeln zunehmend an der Strategie und den Kommunikationsfähigkeiten von Konzernchef Oliver Bäte. Dies geht aus internen Unterlagen hervor, die manager magazin vorliegen. Bei der diesjährigen Mitarbeiterbefragung zeigten sich nur 46 Prozent davon überzeugt, dass Bätes Strategie den künftigen Erfolg sichere. Nur gut ein Drittel fand, die Allianz-Führungsspitze handele und kommuniziere glaubhaft. 2016 waren noch 60 Prozent von Bätes Strategie überzeugt und 51 Prozent glaubten der Konzernleitung. (Eine Analyse mit mehr Details und zu den möglichen Folgen finden Sie hier.)

2016 fühlten sich zudem immerhin noch 53 Prozent von Bätes Vision motiviert; diese Frage bejahten dieses Jahr nur noch 37 Prozent. An der 2018er-Befragung nahmen knapp 17.000 Beschäftigte der Allianz Deutschland teil.

Die deutsche Tochter liefert zwar seit Jahren den größten Beitrag zum Konzerngewinn, steht aber besonders im Fokus von Bätes Sparkurs. In der Allianz-Gruppe fielen die Antworten besser aus; Mitarbeiter ausländischer Töchter votieren in der Regel positiver als die Beschäftigten am Konzernsitz. Konzernweit zeigten sich zwei Drittel der knapp 100.000 Teilnehmer von der Strategie überzeugt.

Bäte führt die Allianz seit Mai 2015. Sein am 30. September 2019 auslaufender Vertrag steht zur Verlängerung an. Nach dem Aktiengesetz können Vorstandsverträge mit exakt einem Jahr Vorlauf verlängert werden. Auf der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Allianz am 12. Oktober wurde mit Bäte noch kein neuer Vertrag vereinbart; jedenfalls wurde nichts Entsprechendes vermeldet.

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