Freitag, 16. November 2018

Nach dem Tod von Johanna Quandt BMW-Anteile auf die Kinder verteilt

Susanne Klatten, BMW-Großaktionärin und Tochter von Johanna Quandt

Die Kinder der verstorbenen BMW-Großaktionärin Johanna Quandt erben ihre Beteiligung an dem Münchener Autobauer gemeinsam. Ihrem Sohn Stefan Quandt werden damit zunächst 34,2 (bisher 17,4) Prozent der Stimmrechte von BMW Börsen-Chart zeigen zugerechnet, ihrer Tochter Susanne Klatten 29,3 (bisher 12,5) Prozent. Insgesamt hält die Familie weiterhin 46,6 Prozent der Aktien-Anteile an BMW.

Die vor einer Woche mit 89 Jahren gestorbene Johanna Quandt hatte den größten Teil der Aktien unbemerkt von der Öffentlichkeit bereits von 2003 bis 2008 an die beiden Kinder verteilt, die Stimmrechte für das gesamte Paket von mehr als 16 Prozent an BMW aber behalten. Persönlich hielt sie zuletzt nur noch 0,4 Prozent der Aktien.

Praktisch sieht es so aus, dass jene Firma, in der die Witwe von Herbert Quandt ihr BMW-Aktienpaket geparkt hatte, voraussichtlich zwischen Stefan Quandt und Susanne Klatten geteilt werde, sagte ein Sprecher der Familie am Dienstag in Bad Homburg.

Stefan Quandt müsste Übernahmeangebot machen - doch Befreiung möglich

Formal werden beide durch die Erbschaft zunächst gemeinsam Eigentümer der Holding ihrer Mutter, in der die BMW-Anteile geparkt waren, wie der Sprecher erläuterte. Dadurch müsste Stefan Quandt ein milliardenschweres Übernahmeangebot für den gesamten Konzern abgeben, weil er mit 34,2 Prozent der Stimmrechte über die Schwelle von 30 Prozent kommt.

Er habe aber bei der Finanzaufsicht BaFin beantragt, von der Pflicht befreit zu werden, sagte der Familiensprecher. "Wir sind auch zuversichtlich, dass dem stattgegeben wird", fügte er hinzu. Bei Erbfällen sei eine solche Befreiung nach dem Gesetz möglich.

Johanna Quandt war am 3. August im Alter von 89 Jahren in Bad Homburg bei Frankfurt gestorben. Sie hatte 1960 den Unternehmer Herbert Quandt geheiratet und nach dessen Tod das Erbe weitergeführt. Die Quandts gehören mit einem geschätzten Vermögen von mehr als 30 Milliarden Euro zu den reichsten Familien Deutschlands. Sie besitzen neben ihren Anteilen an BMW Börsen-Chart zeigen unter anderem den Chemiekonzern Altana, sowie Anteile an SGL Carbon und Nordex.

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Insgesamt hält die Familie aber weiterhin 46,6 Prozent an BMW. Ein BMW-Sprecher hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, das Anteilspaket werde in der Familie bleiben.

got/rtr

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