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27.05.2008
 

Trotz Finanzkrise

240.000 neue Arbeitsplätze im Mittelstand

Der deutsche Mittelstand erwartet trotz der Finanzmarktkrise zunächst keinen Abschwung. In diesem Jahr rechneten ihre Unternehmen mit knapp 2 Prozent Wachstum nach 2,5 Prozent im Vorjahr.

Berlin - Rund 240.000 neue Arbeitsplätze erwartet der deutsche Mittelstand in diesem Jahr. Seine Verbände prognostizieren für 2008 knapp 2 Prozent Wachstum nach 2,5 Prozent im Vorjahr. Dies geht aus dem Jahresbericht der Arbeitsgemeinschaft (AG) Mittelstand hervor, der am Dienstag in Berlin vorgelegt wurde.

Jobmaschine: Rund 240.000 neue Arbeitsplätze erwartet der deutsche Mittelstand in diesem Jahr
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DDP

Jobmaschine: Rund 240.000 neue Arbeitsplätze erwartet der deutsche Mittelstand in diesem Jahr

"Insgesamt befindet sich die mittelständische Wirtschaft in einer so robusten Verfassung wie schon lange nicht mehr", sagte der Präsident des Bundesverbands der Volksbanken und Raiffeisenbanken, Christopher Pleister. In der AG Mittelstand sind neun große Verbänden aus Handel, Handwerk, Gastronomie und Kreditgewerbe vertreten.

Die Folgen der Finanzmarktkrise für die Mittelständler seien bislang überschaubar, sagte Pleister. Der private Verbrauch sei anders als in den USA kaum betroffen. Es gebe auch keine Kreditklemme für Investitionen in die Betriebe. Diejenigen Kreditinstitute, die von der US-Hypothekenkrise am stärksten getroffen wurden, seien "nicht die klassischen Financiers des Mittelstands". Die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken hätten ihr Verhalten bei der Kreditvergabe nicht geändert. Sie seien nicht auf die Refinanzierung durch den Kapitalmarkt angewiesen.

Der Präsident des Bundesverbands des Groß- und Außenhandels, Anton Börner, forderte eine geringere Steuerlast sowohl für den Mittelstand als auch für die Mittelschicht. "Haushalte mit mittlerem Einkommen und damit die Leistungsträger in unseren Betrieben drohen unter die Räder zu kommen." So müsse heute ein gut ausgebildeter Facharbeiter mit dem 1,2-fachen des Durchschnittseinkommens bereits den Spitzensteuersatz bezahlen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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