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13.11.2007
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Weltmarktführer

Deutschlands heimliche Champions

Von Simon Hage

4. Teil: "Die größten Globalisierungsgewinner"

mm.de: Wie kommt es, dass der viel gescholtene Standort D einen Großteil der Champions hervorbringt?

  Stürmisches Wachstum:   Die Hidden Champions im Zehn-Jahres-Vergleich
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Stürmisches Wachstum:
Die Hidden Champions im Zehn-Jahres-Vergleich

Simon: Ich nehme an, dass das Phänomen des internationalen Erfolgs mit der geostrategisch zentralen Lage Deutschlands zusammenhängt. Wir haben viele Nachbarstaaten und sind rasch im Ausland. Eine Rolle dürfte auch spielen, dass Deutschland erst sehr spät ein geeinter Nationalstaat wurde. Es bestand also ein Zwang zur Internationalisierung, weil der Heimatmarkt zu klein war.

mm.de: Mittelständler kommen also nicht um eine Auslandsexpansion herum, wenn sie langfristig erfolgreich sein wollen.

Simon: Der Gang in das Ausland spielt eine zentrale Rolle. Wer als Mittelständler zu den globalen Champions aufschließen will, muss unbedingt in China präsent sein. Ein Beispiel: Das Unternehmen Ceag sitzt im westfälischen Ostbevern und beschäftigt dort 270 Mitarbeiter. Ein typischer kleiner Mittelständler, könnte man denken. Weit gefehlt: Ceag produziert in China pro Tag eine Million Ladegeräte - mit 25.000 Mitarbeitern.

mm.de: Was hält die Hidden Champions überhaupt noch am Standort Deutschland?

Simon: Die hohe Kompetenz deutscher Ingenieure ist nicht vergleichbar mit den Fähigkeiten der chinesischen Kollegen. Kernkomponenten bleiben weiterhin in Deutschland angesiedelt. Mit den neuen Arbeitsplätzen in China entstehen auch hierzulande Stellen.

mm.de: Wie lange noch? China holt rasant auf - auch bei Know-how und Ingenieurskapazitäten.

Simon: Gewiss, aber auch deutsche Unternehmen entwickeln sich weiter. Ich sehe keinen Grund, weshalb Deutschland von China abgehängt werden sollte. Beide Länder sind die Hauptprofiteure der Globalisierung. Man sagt immer: China wird die Fabrik für die ganze Welt. Doch wer baut diese Fabrik? Wer stattet die Chinesen mit der notwendigen Infrastruktur aus? Das sind vor allem deutsche Unternehmen.

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