Donnerstag, 9. Februar 2012, 15:18 Uhr

manager magazin



Mittelstandmanager magazin RSS  - Mittelstand

Alle Artikel und Hintergründe

13.11.2007
 

Weltmarktführer

Deutschlands heimliche Champions

Von Simon Hage

Ein Großteil der mittelständischen Weltmarktführer kommt nicht etwa aus Amerika, Japan oder China - sondern aus Bargteheide, Biberach oder Ostbevern. Berater Hermann Simon erklärt bei manager-magazin.de, warum die Elite des deutschen Mittelstands so erfolgreich ist, und was Dax-Konzerne von ihr lernen können.

mm.de: Herr Professor Simon, das Image vieler börsennotierter Konzerne ist ramponiert. Die Gründe sind zum Beispiel Insidergeschäfte, riesige Abfindungen trotz schlechter Leistung, enorme Gehaltserhöhungen im Management bei gleichzeitigen Massenentlassungen. Sind Mittelständler die besseren Unternehmer?

Simon: Eigenes Geld wird viel behutsamer ausgegeben als das Geld der Aktionäre, deshalb wirtschaften insbesondere Familienunternehmen ganz anders. Auch Verfehlungen, wie eben genannt, kommen viel seltener vor. So etwas passiert eher in anonymen Aktiengesellschaften - vor allem in denjenigen, die keinen einflussreichen Großaktionär haben.

mm.de: In Ihrem Buch "Hidden Champions des 21. Jahrhunderts" stellen Sie die Elite des globalen Mittelstands vor - weitgehend unbekannte Weltmarktführer. Wodurch unterscheidet sich der Chef eines solchen mittelständischen Champions von einem Dax-Konzernlenker?

  Hermann Simon  ist Chairman der Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners. Zuvor wirkte er als Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an den Universitäten Mainz und Bielefeld.
Zur Großansicht

Hermann Simon ist Chairman der Unternehmensberatung Simon, Kucher & Partners. Zuvor wirkte er als Professor für Betriebswirtschaftslehre und Marketing an den Universitäten Mainz und Bielefeld.

Simon: Der größte Unterschied besteht in der Amtsdauer der Vorstände. Die liegt bei den Hidden Champions im Schnitt bei 20 Jahren, in Dax-Konzernen jedoch nur bei knapp fünf Jahren. Der Mittelstand ist also viel langfristiger ausgerichtet. Wer voraussichtlich 20 Jahre im Amt bleibt, führt das Unternehmen ganz anders als jemand, der nur von vier bis fünf Jahren ausgeht.

mm.de: Familienunternehmen haben auch Nachteile. Wer dort beschäftigt ist, muss mit den Schrullen des Patriarchen zurechtkommen.

Simon: Gewiss. Es ist entscheidend, dass die Chemie zwischen Manager und Eigentümern stimmt. Wenn das nicht der Fall ist, kommt es in der Regel nach kurzer Zeit zu einer Trennung. Das ist wie in einer Ehe.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben