Von Simon Hage
Erster Schritt Österreich
Betroffene Unternehmen sprechen nicht gern über Probleme im Ausland. Zu groß ist die Sorge vor Häme. "Einige Mittelständler kehren schon wieder reumütig nach Deutschland zurück", sagt BVMW-Präsident Ohoven.
Manch mittelständischer Betrieb schielt laut Wallau etwas zu euphorisch auf neue Wachstumsmärkte. Dabei gerate in Vergessenheit, dass nach wie vor mehr deutsche Exporte nach Österreich als etwa nach China oder Indien gingen. Wer Interesse am Ausland hat, so der IfM-Forscher, solle sein Glück erst einmal beim deutschsprachigen Nachbarn versuchen. "Wenn Unternehmen dort erfolgreich sind", erklärt Wallau, "können sie immer noch in weiter entfernte Märkte eintreten und expandieren."
Wo Mittelständler sich noch schwertun, haben Konzerne längst Fuß gefasst. Für den Globalisierungsexperten Schrader vom IfW liefert Volkswagen ein positives Beispiel für funktionierende internationale Produktionsnetzwerke. Von Portugal bis Ungarn konkurrieren allein in Europa elf Länder ständig um die Pkw-Produktion. Wer am effizientesten und billigsten produziert, erhält den Zuschlag. Wer dagegen hinterherhinkt, verliert lukrative Aufträge - wie jüngst das VW-Werk in Brüssel. Stattdessen soll der Golf künftig in Wolfsburg gebaut werden. Aus Kostengründen.
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