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02.08.2005
 

Steuerpläne der Linkspartei

Bier wird billiger mit der PDS

Von Justus Fischer-Zernin

5. Teil: Warum Schweden für Unternehmen attraktiv ist

Warum Schweden für Unternehmen interessant ist

Die Steuerquote (Anteil der Steuern am Bruttoinlandsprodukt) ist in Schweden etwa 1,5 mal so hoch wie bei uns. Einkommensteuer-Höchstsätze von mehr als 56 Prozent, eine Vermögensteuer von bis zu 1,5 Prozent und eine Umsatzsteuer mit 25 Prozent stimmen die Schweden alles andere als froh, sollten aber Unternehmer nicht abschrecken.

Umkippen kommt gleich: Alte A-Klasse beim Elchtest
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DPA

Umkippen kommt gleich: Alte A-Klasse beim Elchtest

Gewinne, die eine schwedische Kapitalgesellschaft - also das Gegenstück zu unserer GmbH oder AG - erzielt, werden nämlich nur mit 28 Prozent besteuert, damit 12 Prozent niedriger als hierzulande. Verluste schwedischer Kapitalgesellschaften können - anders als bei uns - unbeschränkt gegen spätere Gewinne gerechnet werden. Abschreibungsregeln für Unternehmen sind meist großzügiger; steuerlich gesehen ist Schweden für Unternehmen alles in allem ein deutlich besserer Investitionsstandort als Deutschland.

Schwedische Unternehmensteuern: Elchtest bestanden

Die steuerliche Sozialpolitik beginnt dort nicht bei den Unternehmen die investieren, sondern in den privaten Geldbörsen der Bürger, die letztlich ja auch Nutznießer dieser Sozialpolitik sind. Auch Geringverdiener müssen bei ihren Ausgaben die hohe Mehrwertsteuer zahlen.

Die Reichen werden zudem über hohe Einkommensteuern und die Vermögensteuer zur Kasse gebeten. In diesem Ausmaß wäre dies in Deutschland nach den Regeln, die unser Verfassungsgericht hierzu entwickelt hat, nicht möglich. Man kann auch verschiedener Ansicht darüber sein, ob dies fair oder wünschenswert ist.

Jedenfalls gelingt es Schweden aber auf diesem Weg, den Sozialstaat zu finanzieren, gleichzeitig Unternehmen im Land zu halten und Neuinvestitionen anzulocken.

Der schwedischen Wirtschaft geht es seit einigen Jahren recht gut: Deutlich höheres Wirtschaftswachstum als in Deutschland, höhere Wirtschaftsleistung pro Einwohner, niedrigere Arbeitslosigkeit und bei nur etwa ein Zehntel der Einwohnerzahl in der Summe knapp halb soviel Investitionen aus dem Ausland wie Deutschland.

Mit dieser Wirtschaftspolitik wird mühelos jeder Elchtest bestanden. In Deutschland sind wir dagegen schon gehörig ins Schlingern geraten. Sollten sich die wirtschaftspolitischen Vorstellungen der Linkspartei durchsetzen, würde unsere Karre wahrscheinlich schnell umkippen.

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