München - Viele Unternehmen planen, ihr Innovationsbudget im laufenden Jahr deutlich zu erhöhen. Gleichwohl beklagen sie, dass sich ihre Investitionen in neue Ideen oft nicht rechnen. Zu diesem Fazit kommt die jährliche Umfrage "Innovation 2005" der Boston Consulting Group (BCG), an der sich 940 Führungskräfte aus 68 Ländern beteiligt haben. "Das kreative Potenzial ist enorm, an Ideen fehlt es vielfach nicht", so ein Ergebnis der Studie.
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Die Schwachstelle liege vielmehr in der Kommerzialisierung: "Zahlreiche Unternehmen haben deutliche Schwächen, wenn es darum geht, gute Ideen schnell in marktreife Produkte und damit wirtschaftlichen Erfolg umzumünzen", erklärt Sebastian Ehrensberger, Geschäftsführer und Experte für Innovationsmanagement der strategischen Unternehmensberatung.
Indien: Neun von zehn Managern investieren in Forschung
Drei von vier der von BCG befragten Führungskräfte kündigten an, im laufenden Jahr mehr Geld für Innovation ausgeben zu wollen. Bei der Umfrage im Vorjahr planten lediglich 64 Prozent, ihr Innovationsbudget zu erhöhen.
Besonders ausgeprägt ist die Innovationsneigung in Asien: Dort rechnen 78 Prozent der Unternehmen mit höheren Ausgaben, 36 Prozent von diesen sogar mit einer deutlichen Erhöhung. Von einem relativ niedrigen Ausgangsniveau möchten insbesondere indische Unternehmen stark in ihre Innovationsfähigkeit investieren: Mehr als 90 Prozent der befragten Manager in Indien planen eine Aufstockung ihres Budgets für Forschung und Entwicklung.
In Europa wollen immerhin 72 Prozent der Führungskräfte mehr für Innovation ausgeben, nur 25 Prozent gehen allerdings von einer deutlichen Steigerung aus, der Rest lediglich von leichten Erhöhungen. Die große Mehrheit der Befragten (86 Prozent) setzt auf eine hohe Innovationsleistung, um organisch aus eigener Kraft - und nicht vorrangig durch Fusionen oder Übernahmen - zu wachsen.
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