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04.04.2005
 

Partnerfonds

Deutschland stärken und Steuern sparen

Von Kai Lange

4. Teil: Für wen sich der "Partnerfonds" eignet

Anleger: Gutverdiener im Blick

Der neue "Partnerfonds", den Anleger voraussichtlich ab April 2005 zeichnen können, ist eher für finanzstarke Investoren geeignet. Wer einsteigen will, muss mindestens 21.000 Euro (Mindestanlagesumme 20.000 Euro plus fünf Prozent Aufgeld) investieren. Bei einer Laufzeit von 6,25 Jahren, die am 1. Januar 2006 beginnt, ist das Anlagekapital zudem bis zum Jahr 2012 festgelegt.

Interessant ist der Fonds vor allem für gut verdienende Anleger mit einem hohen Steuersatz. Auf Grund der Verlustzuweisung von 105 Prozent fließen bei einem Investor mit Spitzensteuersteuersatz im ersten Jahr 42 Prozent des eingesetzten Kapitals in Form von gesparten Steuern zurück. Ein Anleger mit geringem Steuersatz muss dagegen bis zum Jahr 2012 warten, bis ihm der Löwenanteil seines Einsatzes wieder zurückgezahlt wird: Die Rückzahlung im Jahr 2012 ist zu den dann geltenden individuellen Steuersätzen zu versteuern.

Auch die jährliche Ausschüttung ab dem Jahr 2006 erreicht nur bei hohem Kapitalansatz den Wert von 6,5 Prozent. Bei einer Beteiligungssumme ab 20.000 Euro sind es sechs Prozent - wer 6,5 Prozent jährliche Ausschüttung anstrebt, muss mindestens 100.000 Euro investieren. Die jährlichen Ausschüttungen des Fonds sind mit der Zielrendite solider Unternehmensanleihen vergleichbar.

Unternehmen: "Partnerfonds" passt nicht zu Start-Ups

Auch mittelständische Unternehmen sollten genau prüfen, ob sie als Partner für den "Partnerfonds" geeignet sind. So sollte der Kapitalbedarf bei mindestens einer Million Euro liegen, das Kapital sollte der Finanzierung von Wachstumsprojekten oder der Verbesserung der Bilanzstruktur dienen. Start-Ups oder Unternehmen, die mit zusätzlichem Kapital einen Turnaround finanzieren wollen, kommen als Partner für den "Partnerfonds" nicht in Frage.

Die Unternehmen sollten zudem am Markt etabliert sein, ein bewährtes Geschäftsmodell vorweisen oder über Produkte mit Markencharakter verfügen. Die Bonität des Unternehmens sollte durch ein unabhängiges Rating einer namhaften Ratingagentur bestätigt sein und in der Regel bei "BBB", mindestens aber bei "BB" liegen. Das bilanzielle Eigenkapital des Unternehmens sollte nach HGB über drei Millionen Euro liegen. Der Fonds investiert vorzugsweise in die Bereiche Forschung und Entwicklung sowie in Projekte, die der Expansion am Markt dienen.

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