Von Kai Lange
Hamburg - Als "Herz der deutschen Wirtschaft" preist die Bundesregierung in ihren bunten Broschüren den Mittelstand. Als Schrittmacher wird sie jedoch nur zögerlich aktiv, wenn das Herz wegen hoher Steuerbelastung, niedriger Eigenkapitalquote und Kreditklemme zu stottern beginnt. Damit zumindest finanzstarke Privatanleger ihr Herz für den deutschen Mittelstand entdecken, lockt der "Partnerfonds - Kapital für den Mittelstand" mit allerlei Vorteilen.
Herz der Wirtschaft: Deutschlands Mittelstand erhält viel Sympathie, aber wenig Kredit. Dies will ein "Partnerfonds" ändern.
Hier setzt der "Partnerfonds" an, der mit seinem Geld das Eigenkapital der Firmen stärken und Wachstumsprojekte finanzieren will. Das Kapital soll vor allem für Produktinnovationen, Forschungs- und Entwicklungsprojekte sowie für die Expansion eines Unternehmens eingesetzt werden.
Heimvorteil statt Hollywood
Geld für Innovationen und Wachstum - angesichts dieser Ausrichtung dürfte es dem Finanzamt leichter fallen, Steuervorteile für Anleger zu gewähren, wie es sie bislang nur für Film- und Medienfonds gab.
Doch während Medienfonds ihr Geld vielfach im fernen Hollywood anlegen, investiert der Mittelstand-"Partnerfonds" in die heimische Wirtschaft. Die Steuervergünstigungen, die beim Thema Medienfonds zuletzt verstärkt von politischer Seite in Frage gestellt wurden, stehen aufgrund dieses Heimvorteils auf einer solideren Basis.
Für den Anleger bedeutet das: Neben 6 Prozent jährlicher Ausschüttung erhält er auch die begehrten steuermindernden Verlustzuweisungen in Höhe von 105 Prozent. Wer zum Beispiel 21.000 Euro (Anlagesumme 20.000 Euro plus 5 Prozent Aufgeld) in den "Partnerfonds" investiert, kann diese Summe in seiner Steuererklärung komplett mit anderen Einkünften wie Gehalt, Mieteinnahmen oder anderen Kapitaleinkünften verrechnen.
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