Von Anja Bläßer und Henrik Müller
Hamburg - Für die repräsentative Erhebung "Perspektive Mittelstand. Die deutsche Wirtschaft im Umbruch" wurden Unternehmen mittlerer Größe (mindestens eine Million Euro Jahresumsatz, maximal 500 Beschäftigte) aller Branchen in allen Regionen der Bundesrepublik interviewt.
512 Inhaber, geschäftsführende Gesellschafter und angestellte Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen hat das Frankfurter Institut Media Markt Analysen (MMA) im Herbst 2003 befragt.
manager magazin hat die Studie in Kooperation mit Watt Deutschland, einem Stromanbieter, der auf mittelständische Firmenkunden spezialisiert ist, erstellen lassen. Die beiden ungleichen Partner verbindet das Interesse an den Veränderungen, die derzeit von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet an der Basis der deutschen Wirtschaft ablaufen.
Die Lage: düster. Die Aussichten: mäßig
Die derzeitige wirtschaftliche Situation in Deutschland wird düster eingeschätzt. Zwei von drei Befragten bezeichnen sie als sehr schlecht oder eher schlecht, nur drei Prozent als gut oder sehr gut. Das strahlt auch auf die Bewertung der Branchensituation ab.
Die eigene Firma wird im Durchschnitt deutlich besser eingeschätzt als die Wirtschaft insgesamt. Dennoch überwiegen gedeckte Töne: 69 Prozent schätzen die eigene Lage als nicht gut ein.
Zwar wird die Zukunft besser beurteilt als die Gegenwart, aber die Optimisten sind in der Minderheit. In den nächsten Jahren rechnet man mit Besserung, allerdings nur graduell. Immerhin: Knapp 40 Prozent der Befragten rechnet mit einer guten oder eher guten ökonomischen Situation des eigenen Unternehmens in drei bis fünf Jahren.
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