Von Andreas Nölting
Nun ist Pöllath für Jens Odewald an die Spitze des Tchibo-Aufsichtsrats gewechselt und bastelt derzeit emsig an einer Lösung für die Hamburger Beiersdorf AG
. An dem Kosmetikkonzern ist die Allianz
mit 43 Prozent und Tchibo mit 30 Prozent beteiligt. Gerne möchte Tchibo das Allianz-Paket kaufen, und das Geld für die Akquisition ist reichlich vorhanden.
Doch noch haben sich beide Parteien über einen Preis nicht einigen können. Die Allianz fordert einen strategischen Aufschlag, und Tchibo will diesen (noch) nicht zahlen. So ist die Zukunft von Beiersdorf weiter ungewiss.
Die zerstrittenen Herz-Familien wurden befriedet
Kürzlich jedoch gelang Pöllath ein wahrer Coup. Er schaffte es, die zerstrittenen Herz-Familien zu befrieden. Nach Jahren des Streits kehrt bei der Eigentümerfamilie des Hamburger Tchibo-Konzerns nun endlich Ruhe ein. Zum Wohle des Unternehmens trennen sich künftig die Wege der verfeindeten Brüder.
Günter Herz, der älteste Sohn von Firmengründer Max Herz und langjähriger Tchibo-Konzernchef, sowie seine Schwester Daniela werden ausgezahlt. Michael, Wolfgang und Joachim Herz können künftig die Strategie des Tchibo-Konzerns alleine bestimmen.
Auch wenn das Trio sich dann nicht mehr mit Günter bekämpfen wird - auf den Rat eines so ausgeglichenen und klugen Fachmanns wie Reinhard Pöllath werden die Brüder bestimmt nicht verzichten wollen.
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