Freitag, 24. November 2017

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Sechs deutsche Unis in den Top 100 Das sind die angesehensten Universitäten der Welt

Sechs Deutsche in der Top 100: Das sind die angesehensten Universitäten der Welt
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Deutschland muss aufpassen - so lässt sich das aktuelle "Times-Higher-Education"-Ranking der angesehensten Universitäten der Welt zusammenfassen. Zwar habe das Land ein insgesamt starkes Jahr mit sechs Universitäten in der Top 100 - "allerdings haben vier von ihnen an Boden verloren, auch das Flaggschiff des Landes, die LMU München", wird THE-Redakteur Phil Baty in einer Mitteilung zitiert. Die LMU sei zudem die einzige deutsche Hochschule in den Top 50 - im vergangenen Jahr seien es noch drei Universitäten gewesen.

Deutschlands schleichender Abstieg liege vor allem daran, dass die meisten deutschen Unis zwar ähnlich viele oder mehr Punkte erzielt hätten als im Jahr zuvor, "aber sie haben sich nicht so schnell verbessert wie Einrichtungen in anderen Ländern, besonders in Asien. Deutschland muss aufpassen, seine Position als eines der stärksten Länder für höhere Bildung nicht verliert."

Asien gehört zu den großen Gewinnern der diesjährigen Ausgabe des THE-Rankings: 18 asiatische Bildungseinrichtungen schaffen es in die Rangliste - im Vorjahr waren es zehn gewesen. Am angesehensten von ihnen ist die Universität Tokio auf Rang 12. Beherrscht werde die Top 100 allerdings nach wie vor von den USA, die es auf 43 Top-Hochschulen bringe. In der Top 10 stehen dabei allein acht US-Unis, Harvard landet zum sechsten Mal in Folge ganz oben auf dem Treppchen.

Wie misst THE die Reputation einer Universität?

"Ansehen ist die weltweite Währung der höheren Bildung", sagt Phil Baty laut Mitteilung weiter. "Sie mag subjektiv besetzt sei, sie mag nicht immer fair sein, aber sie hat tiefgehende Bedeutung." Im sechsten Jahr des Rankings zeige sich, dass es sechs Supermarken der Universitätswelt gebe - zwei von der US-Westküste, zwei von der Ostküste und zwei aus Großbritannien. Sie seien in jedem Jahr ganz vorne im Ranking gelandet. Außerhalb dieser Gruppe hole vor allem Asien auf.

Für das diesjährige Ranking hat THE zwischen Januar und März 2016 "erfahrene Wissenschaftler, die bereits veröffentlicht haben" befragt - über 10.000 Menschen aus 133 Ländern hätten mitgemacht. Sie seien zur Exzellenz von Forschung und Lehre in ihren Disziplinen sowie von Institutionen, die ihnen bekannt seien, befragt worden. Forschung sei dabei doppelt so schwer gewichtet worden wie Lehre. Das Ranking ergebe sich anschließend aus der Zahl der Nennungen der einzelnen Universitäten als "beste in ihrem Feld".

Zwar führe "Times Higher Education" die 100 angesehensten Universitäten auf - außerhalb der Top 50 würden die Hochschulen allerdings in alphabetisch sortierten Zehnergruppen geführt, weil die Unterschiede zwischen einzelnen Unis zu gering seien, um sie der Reihe nach zu führen.

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