Donnerstag, 8. Dezember 2016

Alle Artikel und Hintergründe

Wie Männer wirklich sind Teil 1 Das dumme Gerede vom modernen Mann

Die traditionelle Bild von Männlichkeit wird in Zukunft sicherlich nicht mehr allein regieren, aber doch als fester Bestandteil einer wie auch immer gearteten Koalition verschiedener Männlichkeitsentwürfe bestehen bleiben

Leistungsträger, Super-Papa, verständnisvoller Partner, feuriger Liebhaber - es gibt viele Vorstellungen und Ratgeber dazu, wie moderne Männer zu sein haben. In seinem Buch "Männer" räumt der Psychologe und Therapeut Björn Süfke mit der Idee eines neuen Männerbildes auf. manager-magazin.de veröffentlicht Auszüge seines Buches als Serie. Im ersten erklärt der Autor, warum das traditionelle Männerbild nach wie vor intakt ist. Und weshalb das alles andere als gut ist.

Björn Süfke
  • Copyright: Süfke
    Süfke
    Björn Süfke ist Diplom-Psychologe und arbeitet als Psychotherapeut mit Männern aller Altersstufen. Er lebt mit seiner Familie bei Bielefeld. Zuletzt erschienen von ihm "Männerseelen. Ein psychologischer Reiseführer" (Patmos, 2010), "Die Ritter des Möhrenbreis. Geschichten von Vater und Sohn" (Walter, 2010). Weitere Informationen unter www.maenner-therapie.de.
Die Traditionelle Männlichkeit ist im Zerfall begriffen, sie ist angezählt - aber noch nicht gefallen. Und das ist kein Hinweis auf letzte Zuckungen, nein, ich persönlich gehe davon aus, dass sie noch mindestens ein paar Jahrhunderte nicht gänzlich von der Bildfläche verschwinden wird. Sie wird die Zukunft sicherlich nicht mehr allein regieren, aber doch als fester Bestandteil einer wie auch immer gearteten Koalition verschiedener Männlichkeitsentwürfe bestehen bleiben. […]

Dass sich die Traditionelle Männlichkeit innerhalb von zwei oder drei Generationen verflüchtigen würde, war (…) niemals zu erwarten gewesen. Gesellschaftliche Veränderungen brauchen grundsätzlich Zeit, das ist keine neue Erkenntnis. Und dass dies für Veränderungen am vorherrschenden Männlichkeitsbild im Besonderen gilt, dafür gibt es verschiedene gewichtige Gründe:

Nachrichtenticker

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH