Dienstag, 11. Dezember 2018

Methoden für Job und Alltag Wie Sie bessere Entscheidungen treffen

2. Teil: Die Pro-Contra-Liste

Ein Klassiker: Die Pro-Contra-Liste hilft, das Denken zu ordnen
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Ein Klassiker: Die Pro-Contra-Liste hilft, das Denken zu ordnen

Jeder kennt die Pro-Contra-Liste. Der Vollständigkeit halber soll sie an dieser Stelle trotzdem ihren wohlverdienten Platz bekommen, denn auch wenn sie altbekannt ist - sie funktioniert. Und sie ist denkbar einfach: Man nehme ein Blatt Papier, ziehe in der Mitte von oben nach unten einen Strich und schreibe links oben "Pro", rechts "Contra" darauf. Anschließend notieren Sie alles und begründen kurz, was für beziehungsweise gegen die Entscheidung spricht. So lassen sich die Optionen anhand der gefundenen Pro- und Contra-Argumente einfacher vergleichen. Schon die reine Anzahl der Punkte kann hierbei ein Indiz sein, wie Sie sich entscheiden sollten. Eine Gewichtung ist meist dennoch sinnvoll: Möglicherweise gibt es ein Contra-Argument, das so schwerwiegend ist, dass es auch durch mehrere kleinere Pluspunkte nicht aufgewogen werden kann.

So verspricht ein neuer Job eventuell eine kleine Gehaltserhöhung und mehr Verantwortung, allerdings wäre dafür ein Umzug in ein anderes Bundesland notwendig, wodurch Sie Ihr soziales Umfeld aufgegeben müssten und auch der Partner einen neuen Job bräuchte. Der aber ist örtlich festgelegt ...

Zahlenmäßig sind die Vorteile überlegen, aber die Gewichtung zeigt, dass eine Entscheidung für dieses Jobangebot kaum infrage kommt. Die meisten dürften im Alltag bei dieser Methode auch ohne Papier auskommen und die jeweiligen Vor- und Nachteile im Geiste abwägen. Unterschätzen sollten Sie die Notizen aber trotzdem nicht. Die Pro-Contra-Liste dient vor allem dazu, sich die verschiedenen Argumente bewusst zu machen, sie zu visualisieren und damit buchstäblich vor Augen zu führen. Oft hat das einen viel stärkeren psychologischen Effekt als das Einschätzen im Kopf.

Der einzige Nachteil: Je mehr Alternativen zur Verfügung stehen, desto komplexer werden die Listen und desto schwieriger wird die Auswahl. Meist hilft dann nur noch eine Art Streichkonzert, indem Sie aus den Listen all jene Pro- und Contra-Argumente streichen, die sich gegenseitig neutralisieren, und sehen, was übrig bleibt. Oder Sie wählen gleich eine ganz andere Technik. Etwa ...

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