Freitag, 9. Dezember 2016

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Nachtaufsteher Warum immer mehr Manager um 4 Uhr aufstehen

Immer mehr Manager machen die Nacht zum Tage und übertrumpfen sich auch noch dabei. Ob Emails, Familie oder Sport: Alles scheint sinnvoller als zu ruhen. Doch wie wenig Schlaf kann auf Dauer gut gehen?

Die meisten Topmanager sind sich einig - schlafen ist etwas für Loser

Ob man vor der Arbeit Nachrichten liest, Emails aus Übersee beantwortet oder eine Wallfahrtskapelle aufsperrt: Die Liste der Dinge, die es zu tun gibt, ist lang. Und so sind sich die meisten Topmanager einig: Schlafen ist für Loser. Galt es bis vor kurzem noch als Qualitätsmerkmal, bis tief in die Nacht im Büro zu hocken, geht es jetzt darum, nicht nur unentbehrlich zu sein, sondern auch fit, gut informiert und vernetzt. Also gilt es so früh aufzustehen, dass man vor Beginn des eigentlichen Arbeitstages nicht nur Mails macht, Zeitung liest und joggen geht, sondern idealerweise auch noch mit den Kindern frühstückt.

In den USA scheint es fast zum Standard zu gehören, spätestens um 5 Uhr aufzustehen. "Und was machen Sie morgens so?" ist eine normale Frage im dienstlichen Small-Talk geworden. "Schlafen" ist darauf eine eher ungewöhnliche Antwort.

Ob Gruppenzwang, Pflichtbewusstsein oder die innere Uhr: Die Bettflucht wirkt. "Frühaufsteher machen Karriere", sagt Biologe Christoph Randler, Professor an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. Die Studien von Randler und seinen Kollegen zeigen, dass Frühaufsteher aktiver sind, ein höheres Leistungsvermögen und Verantwortungsgefühl haben. Gleichzeitig harmonisieren die sogenannten Lerchen stärker mit den zeitlichen Abläufen in Unternehmen. Zudem gelten sie als aktiv und diszipliniert durch ihr frühes Aufstehen. Früh kann dabei für viele nicht früh genug sein.

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